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18.01.2016

12:26 Uhr

Rorsted löst Hainer ab

Der Hoffnungsträger startet für Adidas

Kasper Rorsted verlässt Henkel und wechselt zu Adidas. Dort wird der sportverliebte Däne Nachfolger von Herbert Hainer. Rorsted startet einen spannenden Wettlauf. Die Adidas-Anleger lieben ihn dafür schon jetzt.

Der Manager wechselt von Henkel zu Adidas. dpa

Kasper Rorsted

Der Manager wechselt von Henkel zu Adidas.

DüsseldorfKasper Rorsted wirbelt den Dax durcheinander: Keine zwei Stunden nachdem sein Abschied als Vorstandschef von Henkel bekannt wurde, hat der Däne bereits einen neuen Posten. Der 53-Jährige löst zum 1. Oktober Herbert Hainer als Chef von Adidas ab.

An der Börse schossen die Adidas-Aktien daraufhin um mehr als zwölf Prozent in die Höhe und setzten sich an die Spitze im Dax. Die Papiere von Henkel fielen dagegen um mehr als vier Prozent und hielten damit die rote Laterne im deutschen Leitindex. Für Rorsted ein Zeichen, dass er bei Investoren das Lieblingskind ist.

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Kasper Rorsted hat bei Henkel immer geliefert, was er versprochen hat. Jetzt verlässt der erfolgreiche Däne den Dax-Konzern. Rorsteds Schritt kommt zur richtigen Zeit – und ist gut für die Aktionäre. Ein Kommentar.

Der 61-jährige Hainer verlässt den Herzogenauracher Sportausrüster früher als erwartet. Er hatte vor knapp zwei Jahren angekündigt, seinen Vertrag nur noch bis zum Frühjahr 2017 zu verlängern. Hainer ist der dienstälteste Chef aller Dax-Konzerne. Die prestigeträchtigen Auftritte der Marke mit den drei Streifen bei der Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli sowie bei den Olympischen Spielen im August wird Hainer damit aber noch begleiten.

Als interne Kandidaten für Hainers Nachfolge galten zuletzt auch Vertriebsvorstand Roland Auschel und Markenvorstand Eric Liedtke. Sie hatten gemeinsam mit Hainer die Strategie von Adidas bis zum Jahr 2020 ausgearbeitet. Bis dann soll der Umsatz Jahr für Jahr durchschnittlich im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen und 22 Milliarden Euro erreichen.

Größte Sportartikelhersteller der Welt (Umsatz 2014)

9. Platz: Billabong (Australien)

0,8 Milliarden Euro

8. Platz: Columbia Sportswear (USA)

1,9 Milliarden Euro

7. Platz: Asics (Japan)

2,33 Milliarden Euro

6. Platz: Under Armour (USA)

2,79 Milliarden Euro

5. Platz: Puma (Deutschland)

2,97 Milliarden Euro

4. Platz: New Balance (USA)

2,98 Milliarden Euro

3. Platz: VF Corp. (USA)

11,12 Milliarden Euro

2. Platz: Adidas (Deutschland)

14,53 Milliarden Euro

1. Platz: Nike (USA)

25,14 Milliarden Euro

Quelle

Trotz fortdauernder Probleme in den wichtigen Märkten in Nordamerika und Russland sah sich Hainer zuletzt wieder auf der Erfolgswelle. „Die Orderbücher sind voll. Ich habe sie noch nie so voll gesehen in meinen 15 Jahren“, hatte er im Dezember gesagt. Das brummende Kerngeschäft mit Fußballausrüstungen schiebt die Sorgen von Adidas zunehmend in den Hintergrund.

Kommentare (4)

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Herr Hellmutt Bimbes

18.01.2016, 12:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Thomas Behrends

18.01.2016, 13:32 Uhr

Die Anleger sind eventuell begeistert über die Neubesetzung bei Adidas; die Mitarbeiter vom Sportartikel-Hersteller wahrscheinlich weitaus weniger. Erfahrungsgemäß wollen sich neue CEO's erst einmal profilieren (und sorgen dadurch bedingt für viel Chaos im Unternehmen).

Des weiteren ist zu monieren, dass völlig durchgeknallte Börsianer weit im Vorfeld des Dienstantritts irgend etwas ableiten wollen (Insidergeschaefte?) In meinen Augen alles nur Übertreibungen!

Herr Hans Mayer

18.01.2016, 14:06 Uhr

@Hellmutt Bimbes, Wenn er sich so wäscht wie er rasiert ist, dann gute Nacht.
Schon seltsam, sonst kenne ich nur Linke Studenten die so Auftreten, aber gut, wenn es Adidas hilft.

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