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08.12.2014

10:37 Uhr

Saint-Gobain

Baustoffkonzern will Mehrheit an Schweizer Sika

Saint-Gobain will für 2,3 Milliarden Euro Anteile an Sika kaufen – somit würde der französische Baustoffkonzern die Stimmrechtsmehrheit an dem Schweizer Bau-Chemiekonzern erwerben. Sika lehnt den Kontrollwechsel ab.

Das Schloss Versailles. Saint-Gobain wurde 1665 gegründet und stellte die Fenster für das Schloss her. AFP

Das Schloss Versailles. Saint-Gobain wurde 1665 gegründet und stellte die Fenster für das Schloss her.

Paris/ZürichDer französische Baustoffkonzern Saint-Gobain greift nach dem Schweizer Bau-Chemiekonzern Sika. Saint-Gobain will der Familie Burkard für 2,75 Milliarden Franken (2,3 Milliarden Euro) deren Sika-Paket von 16,1 Prozent abkaufen, wie der französische Baustoffhersteller am Montag mitteilte.

Saint-Gobain würde angesichts der Kapitalstruktur von Sika damit gleichzeitig die Stimmrechtsmehrheit von 52,4 Prozent erwerben. Der Zukauf solle sich bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn auswirken, wie es hieß. Das Sika-Management legt sich quer und lehnt den Kontrollwechsel ab.

„Es fehlen industrielle Logik und Synergiepotenziale in der beabsichtigten Transaktion“, teilte Sika mit. Ein Übernahmeangebot für die Drittaktionäre sei nicht geplant. Die nicht an die Familie Burkard gebundenen Verwaltungsratsmitglieder kündigten an, bei einem Vollzug der Transaktion zurückzutreten.

Zugleich stellt Saint-Gobain seinen Geschäftsbereich für Glasgefäße, Verallia, zum Verkauf. Der Anteilskauf bei Sika muss durch die Kartellbehörden genehmigt werden. Saint-Gobain rechnet mit einem Abschluss des Geschäfts in der zweiten Hälfte 2015.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Andrzej Kednopser

09.12.2014, 12:57 Uhr

Rein Rechtlich scheint dieser Übernahmeversuch in Ordnung zu sein, doch nach diesem Fall, könnten viele Firmen ihre Unternehmensstruktur überdenken, um so etwas in Zukunft zu vermeiden. Es wird interessant sein das weiterzuverfolgen. Der Aktienmarkt hat darauf auch schon eine Antwort. Keine Positive. Ich empfehle folgenden Link, wer noch mehr Interesse hat:

http://www.finance-magazin.de/strategie-effizienz/ma/sika-management-wehrt-sich-gegen-uebernahmeversuch-von-saint-gobain/

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