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23.01.2008

10:55 Uhr

Sammelklage abgelehnt

Enron-Aktionäre unterliegen vor Gericht

Die geschädigten Aktionäre des in Konkurs gegangenen Energiekonzerns Enron haben eine Niederlage einstecken müssen: Der Oberste Gerichtshof der USA hat in einem Berufungsverfahren abgelehnt, dass sich die Aktionäre in einer Sammelklage zusammenschließen. Es geht um Milliarden, die die Aktionäre von namhaften Investmentbanken fordern.

HB WASHINGTON. Die Investoren wollten darin 40 Mrd USD von Investmentbanken fordern, die Geschäfte mit der Enron Corp getätigt hatten. Die Kläger hatten behauptet, die Banken hätten wissentlich bei der Verschleierung der tatsächlichen Lage von Enron geholfen und die Investoren so in die Irre geführt.

Die Klage richteten sich unter anderem gegen Merrill Lynch & Co Inc, Credit Suisse Group sowie die Barclays plc. Mit seiner Entscheidung bestätigte der Oberste Gerichtshof die Entscheidung des Fünften Bundesberufungsgerichts in New Orleans vom März vergangenen Jahres, das den Status einer Sammelklage verweigert hatte. Damals hatte das Gericht argumentiert, die Kläger hätten nicht einwandfrei bewiesen, dass sie sich voll auf die Maßnahmen der Investmentbanken verlassen hatten.

Anwälte der Enron-Aktionäre kündigten trotz der Entscheidung erneute Klagen an. Die Insolvenz von Enron im Jahr 2001 war eine der größten Pleiten in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Das Energieunternehmen zählte einst zu den zehn größten Konzernen der USA und beschäftigte weltweit 20 000 Mitarbeiter.

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