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06.06.2014

18:06 Uhr

Schaeffler

Cordes will als Aufseher zurücktreten

Das Personal-Chaos bei Schaeffler geht weiter: Eckhard Cordes will von seinem Aufseher-Amt beim Autozulieferer zurücktreten. Der Grund: Der Ex-Metro-Chef ist unzufrieden mit seiner Rolle bei der Rosenfeld-Personalie.

Schaeffler-Aufseher Eckhard Cordes soll unzufrieden mit der Einbindung des Kontrollgremiums in die jüngste Personalentscheidung sein. dapd

Schaeffler-Aufseher Eckhard Cordes soll unzufrieden mit der Einbindung des Kontrollgremiums in die jüngste Personalentscheidung sein.

HamburgDie überraschende Volte an der Unternehmensspitze von Schaeffler zieht einem Zeitungsbericht auch Veränderungen im Aufsichtsrat nach sich. Eckhard Cordes werde sein Amt als Aufseher des fränkischen Autozulieferers niederlegen, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise vorab aus ihrer Samstagausgabe. Der frühere Metro-Chef soll unzufrieden mit der Einbindung des Kontrollgremiums in die jüngste Personalentscheidung sein. Von Schaeffler war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Familiengesellschafter hatten am Mittwoch überraschend bekanntgegeben, doch nicht den Knorr-Bremse-Manager Klaus Deller zum Vorstandschef zu machen, sondern Klaus Rosenfeld, der dieses Amt eigentlich nur vorübergehend führen sollte.

Zu den Gründen des Sinneswandels schwiegen die Alleingesellschafter Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg. Schaeffler hatte zuvor monatelang um Deller gebuhlt, der 52-Jährige kam bei Knorr nur mühsam aus seinem bisherigen Vertrag. Zu dem Münchner Bremsenhersteller kann Deller nun nicht zurück, dort hat sein Nachfolger Hinrich Woebcken bereits das Sagen.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

In einem Gesellschafterbrief, aus dem die Welt zitierte, schrieben Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler: „Aufgrund der Leistung des Vorstands seit dem Führungswechsel und seiner hohen Akzeptanz im Unternehmen sehen wir es als Pflicht, die Entscheidung vom Februar zu überprüfen.“ Schaeffler werde nun einen neuen Finanzvorstand suchen müssen. Rosenfeld solle nicht dauerhaft neben seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender auch Finanzchef des Auto- und Industriezulieferers bleiben.

Von

rtr

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