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08.10.2013

14:21 Uhr

„Schülerhilfe“

Finanzinvestor kauft Nachhilfe-Anbieter

Die Deutsche Beteiligungs-AG kauft die „Schülerhilfe“, den größten deutschen Anbieter von Nachhilfe-Stunden. Das Management bleibt aber am Unternehmen beteiligt.

Die „Schülerhilfe“ zählt 80.000 Kunden, vor allem Schüler zwischen sechs und 18 Jahren, an 1050 Standorten. dpa

Die „Schülerhilfe“ zählt 80.000 Kunden, vor allem Schüler zwischen sechs und 18 Jahren, an 1050 Standorten.

FrankfurtDer größte deutsche Anbieter von Nachhilfe-Stunden wechselt den Eigentümer. Die „Schülerhilfe“, hinter der die ZGS Bildungs GmbH steckt, wird an die Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) verkauft, wie der Finanzinvestor am Dienstag mitteilte. Die ZGS war schon bisher im Besitz von zwei Beteiligungsgesellschaften, die sich auf den Mittelstand spezialisiert haben: Paragon Partners und Syntegra Capital. Sie kassieren nach Berechnungen von Branchenkennern rund 150 Millionen Euro für die ZGS, die sie vor vier Jahren gekauft hatten. Die DBAG selbst steckt 9,8 Millionen Euro in die Schülerhilfe, der Rest wird aus den parallel investierenden Fonds und mit Bankkrediten finanziert.

Auch der zweite große Nachhilfe-Anbieter „Studienkreis“ war vor zehn Monaten in die Hände eines Finanzinvestors gefallen. Er gehört seither der Münchener Aurelius AG. Für die DBAG ist die Schülerhilfe der siebte Zukauf im Geschäftsjahr 2012/13, das Ende Oktober abläuft. Der Investor, der zu einem Viertel dem Drogerieunternehmer Dirk Rossmann gehört, steckt sein Geld traditionell eher in Industrie- und Maschinenbau-Unternehmen aus dem Mittelstand. Doch der neue Vorstandssprecher Torsten Grede hatte angekündigt, künftig mehr Unternehmen kaufen zu wollen.

„Schülerhilfe wird zur weiteren Internationalisierung des Nachhilfe-Markts beitragen und dabei davon profitieren, dass die Bildungsbemühungen auch in den kommenden Jahren verstärkt werden“, sagte Grede. Das Management der Schülerhilfe bleibt an der ZGS beteiligt. Die Schülerhilfe zählt 80.000 Kunden, vor allem Schüler zwischen sechs und 18 Jahren, an 1050 Standorten. Im vergangenen Jahr setzte sie selbst 43 Millionen Euro um, die mit ihr verbundenen Franchise-Nehmer kamen nach DBAG-Angaben auf weitere 65 Millionen Euro.

Von

rtr

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