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06.10.2013

10:43 Uhr

Schwimmstunde im Schlossbrunnen

Das Altenheim für Adelige

Auf einem prächtigen Schloss bei Köln können Baroninnen, Gräfinnen und Prinzessinnen ihren Lebensabend verbringen. Um aufgenommen zu werden, muss man adelig sein, ledig, katholisch - und arm.

Ina Gräfin von Schaesberg (r., 87) und Annemarie Gräfin Beissel von Gymnich (79): Bad in einem Springbrunnen, der auf Schloss Ehreshoven zum Schwimmen genutzt wird. dpa

Ina Gräfin von Schaesberg (r., 87) und Annemarie Gräfin Beissel von Gymnich (79): Bad in einem Springbrunnen, der auf Schloss Ehreshoven zum Schwimmen genutzt wird.

EhreshovenDie Sonne scheint, das ist wahr, aber es ist immerhin Oktober, als die Gräfinnen Annemarie Beissel von Gymnich (79) und Ina von Schaesberg (87) ein Bad unter freiem Himmel zu nehmen geruhen. Gräfin Beissel ist in einen blauen Bademantel gehüllt, Schaesberg in einen weißen. Ist die Bekleidung nicht zu leicht? „Keine Sorge“, sagt Beissel. „Ich hab' noch einen Badeanzug drunter an.“ So rustikal geht es zu im Altenheim für Adelige auf Schloss Ehreshoven bei Köln.

Forschen Schrittes durchqueren die beiden Damen den Barockgarten. Es ist keineswegs ein Pool, den sie ansteuern - etwas so Neumodisches gibt es hier nicht - nein, sie streben dem Springbrunnen entgegen. Dort angekommen, streifen sie flugs die Bademäntel ab, und Gräfin Beissel wirft ein mitgebrachtes Thermometer ins Wasser. Zehn Grad! Wollen die da jetzt wirklich reinsteigen? „Ja, natürlich, wir steigen rein. Springen tun wir nicht, dazu ist es zu flach.“

So viel sparen Rentner im PKV-Standardtarif

Studie

Die Studie zeigt die Krankenversicherungsbeiträge von echten Bestandskunden der privaten Krankenversicherung, die 65 Jahre oder älter sind und eine ununterbrochene PKV-Tarifhistorie von 16, 26 oder 36 Jahren aufweisen.

Quelle: KVpro.de GmbH

Standardtarif

Wer bereits vor dem 01.01.2009 privat krankenversichert war, kann bei zu hohen Beitragszahlungen in den sogenannten "Standardtarif" wechseln. Das bedeutet, dass künftig bis auf wenige Ausnahmen nur noch die Leistungen versichert sind, die auch die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten anbieten.

Manchmal lohnt der Wechsel nicht

Die Ergebnisse zeigen die Bandbreite, unter denen ein PKV-Kunde seinen Versicherungsschutz inhaltlich wählen und gestalten kann. Je nach Tarif und Historie kann daher ein Wechsel in den Standardtarif auch teurer werden.

Mindestens 10 Jahre in der PKV

Eintritt in

die PKV

im Alter

von x Jahren

PKV-Kunde

seit x Jahren* 

Aktuelles

Alter

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in einem

PKV-Tarif

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Mindestens 20 Jahre in der PKV

Eintritt

in die PKV

im Alter

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PKV-Kunde

seit x Jahren* 

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einem PKV-Tarif

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(die GKV der PKV)

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371

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Häufig sparen Versicherte viel

Mindestens 10 Jahre in der PKV

Eintritt in die

PKV im Alter

von x Jahren

PKV-Kunde

seit x Jahren* 

Aktuelles

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einem PKV-Tarif

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Standardtarif

(die GKV der PKV)

Ersparnis

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Mindestens 20 Jahre in der PKV

Eintritt

in die PKV

im Alter

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PKV-Kunde

seit x Jahren* 

Aktuelles

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PKV-Tarif

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Standardtarif

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Ersparnis

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Mindestens 30 Jahre in der PKV

Eintritt in

die PKV

im Alter

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PKV-Kunde

seit x Jahren* 

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PKV-Tarif

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Standardtarif

(die GKV der PKV)

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Vom Topschutz auf GKV-Niveau

Mindestens 10 Jahre in der PKV

Eintritt

in die PKV

im Alter

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PKV-Kunde

seit x Jahren* 

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PKV-Tarif

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Mindestens 20 Jahre in der PKV

Eintritt

in die PKV

im Alter

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PKV-Kunde

seit x Jahren* 

Aktuelles

Alter des

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PKV-Tarif

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Ersparnis

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Mindestens 30 Jahre in der PKV

Eintritt

in die PKV

im Alter

von x Jahren

PKV-Kunde

seit

x Jahren* 

Aktuelles

Alter des

Kunden

Beitrag

in einem

PKV-Tarif

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Wechsel in

Standardtarif

(die GKV der PKV)

Ersparnis

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179

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Ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken, gleiten die Damen ins Wasser und drehen ihre Runden wie zwei Goldfische. „Ächt angenehm“, versichert Gräfin Beissel. Sie hat einen leichten holländischen Akzent: Die Tochter eines Teebarons wurde noch zu Zeiten von Niederländisch-Indien auf Bali geboren.

Es gibt viele exotische Biografien im Altenheim für Adelige. Oben in ihrem Zimmer unterm Dach sitzt zur gleichen Stunde Gabriele Gräfin von Deym. Sie ist vergesslich geworden mit ihren 89 Jahren, aber sie kann sich noch genau an die Weihnachtsabende auf dem schlesischen Märchenschloss Koppitz erinnern. Die Lichterflut, der Duft angesengter Tannenzweige. „Erst bekamen die Hausangestellten ihre Geschenke, und dann durften wir erst zu den Tischen.“ Auf der Kommode steht noch ein Jugendbildnis von ihr, sie muss da ungefähr 16 gewesen sein. Eine hauchzarte Frau im Abendkleid. „Das war kornblumenblau.“

Halb eins - Zeit, den Lunch einzunehmen. Kurioserweiser grüßen die Damen mit „Guten Morgen“, man scheint sich hier mit dem Aufstehen nicht unbedingt zu beeilen. Vielleicht liegt es daran, dass das Haus kein Frühstück anbietet.

Kommentare (13)

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P002248

06.10.2013, 16:35 Uhr

Ist eigentlich jedem bewußt, dass deR Adel 1918 abgeschafft würde?

VonKohlenUndReibach

06.10.2013, 16:45 Uhr

Besser is, wenne von Kohlen und Reibach bist...

BigBrother

06.10.2013, 17:58 Uhr

Jetzt fehlt nur noch die Live-Kamera für die Live-Übertragung, dann könnten diese edlen Damen auch paar Notgroschen dazu verdienen...

:o)

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