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11.09.2013

12:08 Uhr

Sicherheiten-Management

Deutsche Börse geht Kooperation mit Singapur ein

Im Sicherheiten-Management setzt die Börse Singapur nun auf Systeme der Deutschen Börse. Damit kommen die Frankfurter ihrem Ziel näher, in Asien zu wachsen. Einer Vernetzung der Systeme stehen nationale Gesetze im Weg.

Mit Expansion in Boomregionen will die Deutsche Börse ein stärkeres Wachstum erzielen. dpa

Mit Expansion in Boomregionen will die Deutsche Börse ein stärkeres Wachstum erzielen.

FrankfurtDie Deutsche Börse kommt bei ihrer Expansion in Asien voran. Im wachsenden Markt für Sicherheiten-Management will die Börse Singapur (SGX) künftig die Systeme der Frankfurter einsetzen, wie beide Konzerne am Mittwoch ankündigten. Für Banken und Investoren ist es wegen strengerer Vorschriften der Aufsichtsbehörden immer wichtiger, ihre Sicherheiten im Handel und bei anderen Geschäften weltweit bestmöglich einzusetzen. Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream, die für Investoren Wertpapiere und andere Sicherheiten verwaltet, arbeitet in diesem Bereich bereits mit Anbietern in Brasilien, Australien, Südafrika und Spanien zusammen.

"Hochwertige Sicherheiten sind rar und werden immer teurer - sie bereitzustellen ist auch eine zentrale Priorität der Branche in Asien", erklärte Deutsche-Börse-Vorstand Jeffrey Tessler. Er will nach der Vereinbarung mit der SGX auch in andere asiatische Märkte vorzudringen. "Wir werden mit Clearstream bei der Ausweitung dieses Angebots auf andere Märkte in der Region zusammenarbeiten", sagte SGX-Präsident Muthukrishnan Ramaswami.

Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni hat Anfang des Jahres eine "Task Force Asien" ins Leben gerufen, um das Wachstum des Konzerns in der Boomregion zu beschleunigen. Er geht davon aus, dass die Märkte in Europa und Nordamerika wegen höherer Auflagen der Aufseher und des Schrumpfkurses vieler Banken nicht deutlich zulegen werden. Er will deshalb künftig auf Asien setzen, wo der Konzern bisher nur rund fünf Prozent seiner Umsätze einfährt.

Viele Aufseher in diesen Ländern verlangen allerdings, dass die hinterlegten Sicherheiten von Banken und Investoren in den Staaten verbleiben und nationalem Recht unterliegen - auch in Singapur. Langfristig hofft die Deutsche Börse jedoch, die nationalen Systeme miteinander verbinden zu können. Damit könnten Investoren bei Geschäften rund um den Globus dann auf ein einheitliches Reservoir an Sicherheiten zurückgreifen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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pro-D

11.09.2013, 12:54 Uhr

wow, die deutsche Börse hat es also begriffen.

Unsere Zukunft liegt in der friedlichen Zusammenarbeit mit Asien. Dort herrscht nocht Recht und Ordnung und man repektiert sich als Partner.

Die USA schnüffeln uns nur mit NSA aus

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