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15.04.2013

17:47 Uhr

Sicherheitspersonal

Flughafenstreiks in NRW sind beendet

Aufatmen bei den Flugreisenden: Der Arbeitskampf der Passagierkontrolleure in Nordrhein-Westfalen ist beendet. Die Beschäftigten haben den Schlichterspruch akzeptiert.

Jetzt ist der Weg in den Urlaub wieder unverstellt: Die Flughafenstreiks wie hier in Düsseldorf gehören endlich endgültig der Vergangenheit an. dpa

Jetzt ist der Weg in den Urlaub wieder unverstellt: Die Flughafenstreiks wie hier in Düsseldorf gehören endlich endgültig der Vergangenheit an.

DüsseldorfDer mit massiven Streiks an den Großflughäfen erbittert geführte Arbeitskampf im privaten Sicherheitsgewerbe von Nordrhein-Westfalen ist beendet. Den Durchbruch brachte ein Schlichterspruch, der Lohnerhöhungen zwischen gut 9 und 23 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren vorsieht.

Auch in Hamburg sollte der Tarifkonflikt um die Bezahlung der Sicherheitskräfte am Flughafen in der Nacht zum Dienstag mit einer Schlichtung beigelegt werden. Am Nachmittag begannen die Schlichtungsgespräche für die rund 600 Beschäftigten in der Hansestadt. Wie schon in NRW soll Bernhard Pollmeyer den Kompromiss aushandeln.

In Nordrhein-Westfalen stimmten Arbeitgeber und Gewerkschaftsmitglieder aus den Streikbetrieben dem Schlichterspruch bereits zu. Der Wermutstropfen ist aus Gewerkschaftssicht ein Zeitraum von vier Monaten ohne Gehaltserhöhung. Die Stundenlöhne der unteren Lohngruppe des Sicherheitspersonals werden während der zweijährigen Laufzeit um 10,4 Prozent auf 9 Euro steigen. In dieser Gruppe sei die überwiegende Zahl der 34.000 Beschäftigten, hieß es.

Schlichterspruch angenommen: Sicherheitsgewerbe vor neuem Tarifabschluss

Schlichterspruch angenommen

Sicherheitsgewerbe vor neuem Tarifabschluss

Die Gewerkschaftsmitglieder müssen dem Schlichterspruch noch zustimmen, die Arbeitgeber haben ihn schon verbindlich angenommen.

In Hamburg hatten die Gewerkschaft Verdi und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft schon Mitte März einen Verhandlungsabschluss erzielt, der Einkommenssteigerungen von rund 15 Prozent vorsah. Die Mitglieder der Gewerkschaft stimmten dem Abschluss jedoch nicht zu und forderten eine Schlichtung. Grund war vor allem, dass die Löhne erst zum April 2014 steigen sollten und nicht zum Januar, wie es die Arbeitgeber zuvor angeboten hatten. Im Januar und Februar hatten die Beschäftigen an vier Tagen gestreikt und den Hamburger Flughafen weitgehend lahmgelegt. Rund 100.000 Passagiere blieben am Boden.

Auch die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn waren immer wieder bestreikt worden. Allein in Düsseldorf fielen durch die Streiks des Sicherheitspersonals über 1000 Flüge aus, mehr als 100.000 Fluggäste waren betroffen.

Von

dpa

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