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25.10.2013

04:03 Uhr

Siemens-Chef Kaeser

Gesetzliche Frauenquote sollte geregelt werden

Lange war Joe Kaeser dagegen, nun spricht sich der Siemens-Chef für eine gesetzliche Frauenquote aus. Das Unternehmen ist bei diesem Thema selbst hinterher: Der Vorstand ist künftig wieder rein männlich aufgestellt.

huGO-BildID: 33353235 ARCHIV - Der designierte Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, spricht am 31.07.2013 auf einer Pressekonferenz in München (Bayern). Kaeser will Siemens wieder nach vorne bringen. Aber nach dem turbulenten Führungswechsel kämpft der Elektrokonzern noch immer mit internen Querelen. Foto: Andreas Gebert/dpa (zu dpa "Siemens-Chef Kaeser unter Erwartungsdruck" vom 14.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ dpa

huGO-BildID: 33353235 ARCHIV - Der designierte Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, spricht am 31.07.2013 auf einer Pressekonferenz in München (Bayern). Kaeser will Siemens wieder nach vorne bringen. Aber nach dem turbulenten Führungswechsel kämpft der Elektrokonzern noch immer mit internen Querelen. Foto: Andreas Gebert/dpa (zu dpa "Siemens-Chef Kaeser unter Erwartungsdruck" vom 14.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++

MünchenSiemens-Chef Joe Kaeser hat sich offen für eine gesetzliche Frauenquote in Top-Positionen der Wirtschaft gezeigt. Er habe es zwar lange nicht für sinnvoll gehalten, für Frauen einen Mindestanteil an Führungspositionen festzuschreiben, sagte Kaeser laut „Spiegel Online“ auf einem Netzwerktreffen von Managerinnen in München.

„Wenn die Unternehmen das aber nicht selbst schaffen, sollte man in die Richtung denken, ob man das nicht gesetzlich regelt.“ Siemens bestätigte „Spiegel Online“ die Äußerung des Vorstandschefs.

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Alles neu macht der September: Bei Siemens muss die Personalchefin gehen, nun benannte der Konzern ihren Nachfolger. Zudem wurden die Namen des neuen Finanzchefs und des neuen Aufsichtsratsvizes offiziell verkündet.

Der Konzern war zuletzt in die Kritik geraten, weil der Vorstand künftig wieder rein männlich besetzt sein wird. Denn Brigitte Ederer musste bereits ihren Posten als Personalvorstand räumen, die für den Einkauf zuständige Barbara Kux scheidet zum Jahresende aus.

Kaeser verwies darauf, dass nur jeder achte Ingenieur in Deutschland weiblich sei. Für ein Technologieunternehmen wie Siemens sei dies das Kernproblem bei der Frauenförderung.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Rechner

25.10.2013, 08:51 Uhr

O-Ton Kaeser
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Kaeser verwies darauf, dass nur jeder achte Ingenieur in Deutschland weiblich sei. Für ein Technologieunternehmen wie Siemens sei dies das Kernproblem bei der Frauenförderung.
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Irgendwie scheint der Herr Käser die Aufgabe von Unternehmen in einer freien Wirtschaft nicht zu verstehen.

"Frauenförderung" fällt normalerweise nicht darunter.

Seltsam, daß sich die Aktionäre sowas bieten lassen.

...

Wird schon einen Grund haben, daß der MDAX seit Jahr und Tag besser performt als der DAX:

Weniger Stamokap-Dinosaurier.

Dipl.-Ing.

25.10.2013, 08:54 Uhr

Wenn jemand wirklich gut ist, schafft er es auch in die oberste Führungsebene, egal ob Mann oder Frau! Beispiele dafür gibt es mehr als genug! Eine gesetzliche Frauenquote ist ein weiterer Schritt in die DDR 2.0!

Prophet

25.10.2013, 10:08 Uhr

Für eine zu besetzende Stelle sollte das Interesse an diesem Job, sowie das entsprechende Engagement von Bedeutung sein. Nicht das Geschlecht. Mit Emanzipation hat das auch nichts zu tun, eher schon mit Unterdrückung des Manes, nämlich dann, wenn bei einer zu besetzenden Position die Frau aufgrund der zu erfüllenden Quote bevorzugt werden muss.
Man kann auch nicht gesetzlich gleich machen, was nicht gleich ist. Männer und Frauen sind als Menschen gleich, nicht aber bezüglich ihrer Rolle in der Gesellschaft, ihrer Interessen und ihrer körperlichen Voraussetzungen.

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