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28.11.2012

14:33 Uhr

Siemens-Vorstand

Scheidende Kux sieht „Auftrag als erfüllt an“

ExklusivBarbara Kux war die erste Frau im Siemens-Vorstand. Jetzt wird ihr Vertrag beim Mischkonzern nicht verlängert. Ihr Auftrag sei erfüllt, sagt Kux. Den Vertrag nicht zu verlängern, sei ihr Vorschlag gewesen.

Siemens-Einkaufschefin Barbara Kux: „Auftrag erfüllt“. dpa

Siemens-Einkaufschefin Barbara Kux: „Auftrag erfüllt“.

MünchenEinkaufsvorstand Barbara Kux verlässt den Siemens-Konzern 2013 nach nur einer Amtszeit ihr zufolge auf eigenen Wunsch. „Ich sehe meinen Auftrag als erfüllt an“, sagte die Schweizerin dem Handelsblatt. Sie habe einen zentralen Einkauf aufgebaut und die Einkaufskosten in den vergangenen vier Jahren um „einen höheren einstelligen Milliardenbetrag“ gesenkt. Auch die geplanten weiteren drei Milliarden Euro Einsparungen bis 2014 seien auf den Weg gebracht. Daher habe sie vorgeschlagen, ihren Vertrag nicht zu verlängern.

Zwischenbilanz der Ära Löscher

Siemens 2007 und 2011 in Zahlen

Was hat Peter Löscher als Siemens-Vorstandschef bisher erreicht? Die wichtigsten Zahlen aus den Geschäftsberichten 2007 und 2011 im Vergleich.

Umsatz

Umsatz des gesamten Konzerns 2007: 72,5 Milliarden Euro

2011: 73,5 Milliarden Euro

Umsatz in Asien

Erlöse in Asien 2007: 10,9 Milliarden Euro

2011: 14,4 Milliarden Euro

Gewinn nach Steuern:

2007: 4,0 Milliarden Euro

2011: 6,3 Milliarden Euro

Dividende

Dividende je Aktie 2007: 1,60 Euro

2011: 3,00 Euro

Aktienkurs

Aktienkurs 2007 (Jahresdurchschnitt): 96,42 Euro

2011: 68,12 Euro

Börsenwert

Unternehmenswert an der Börse 2007: 88 Milliarden Euro

2011: 59,5 Milliarden Euro

Mitarbeiterzahl

Mitarbeiter im Siemenskonzern insgesamt 2007: 471.000

2011: 402.000

Hauptaktionäre

Hauptaktionäre 2011: Die Familie von Siemens hält sechs Prozent, der US-Vermögensverwalter Blackrock fünf Prozent.

An Kux, deren Vertrag jetzt hätte verlängert werden können, gab es intern auch Kritik. „Als zentrale Leiterin des Einkaufs macht man sich nicht unbedingt beliebt, das ist doch klar“, sagte Kux. Sie kommuniziere gern direkt und sachbezogen. „Heiße Luft zu erzeugen und Everybody's Darling zu sein, das ist nicht mein Bestreben.“

Die Milliardeneinsparungen im Einkauf erreichte Siemens laut Kux durch eine Verringerung der Zuliefererzahl, mehr Einkauf in Schwellenländern und eine Bündelung der Bestellungen. So sei der Anteil des zentralen Einkaufs seit ihrem Amtsantritt von 29 auf 55 Prozent gestiegen.

Von

ax

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

28.11.2012, 17:55 Uhr

Siemens hat keinen zentralisierten Einkauf. Ihre "Unbeliebtheit" mit einer re-(Organisation) zu verbinden ist nicht richtig. Kux steht für einfachste Einkaufsrethorik ohne Implementierung. Die Gründe ihres Abgangs bei Philips und Siemens beruhen auf der gleichen Kritik. Sie hatte keinen Erfolg Einsparungen zu heben und zu messen. Wenn man bei ihrer Siemens Einstellung Sorfallt hätte walten lassen, hätte man alles über ihre "Leistung" bei Philips erfahren können. Nur so hatte Kux die Chance den Einkauf in zwei traditions Unternhemen verbrennen.


neonerl

28.11.2012, 20:41 Uhr

Im Prinzip hat man eine Quotenfrau gesucht und jetzt erkannt, daß Qualifikation wichtiger als das Geschlecht ist

no@name

29.11.2012, 11:48 Uhr

Bis jetzt hat Siemens für direktes Material zentrale Bündelungsgremien (war vor Fr. Kux bereits existent) und für das indirekte Material eine CSCM IM Organisation aufgebaut.
Was davon wieder in die kokalen Einheiten zurückverlagert werden soll ist noch offen.
Das Problem des Einkaufs: er ist nur noch Handlanger und nicht mehr Entscheidungsträger. Dazu kommt: die Entwicklung ist nicht wirklich kaufmännisch veranlagt, denen spielen Kosten anscheinend keine Rolle. Das soll dann bitte der Einkauf richten.
Solche Tatsachen sind auf "Wolke 7 bei Frau Kux in der Verganenheit leider nicht angekommen und für anfängliche Akzeptanzprobleme gesorgt.
Aber wie es aussieht hat sich der Wind wieder gedreht.

Alles wird wieder gut!

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