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21.01.2013

18:06 Uhr

Singapur

Übernahmekampf um Immobilienriesen entschieden

Das Immobilienkonglomerat Fraser and Neave scheint seinen Käufer gefunden zu haben. Der thailändische Milliardär Charoen Sirivadhanabhakdi wird nach der Erhöhung seiner Offerte wohl nicht mehr überboten werden.

Das Logo von Fraser and Neave an einem Bürogebäude in Singapur. Reuters

Das Logo von Fraser and Neave an einem Bürogebäude in Singapur.

SingapurDie Übernahmeschlacht um das Immobilienkonglomerat Fraser and Neave (F&N) aus Singapur hat wohl Thailands drittreichster Mann gewonnen. Milliardär Charoen Sirivadhanabhakdi hat beste Chancen, mit seiner Offerte das Rennen zu machen, die die weltweit tätige F&N mit 11,3 Milliarden US-Dollar bewertet.

Die vom Immobilien- und Getränkekonzern Overseas Union Enterprise (OUE) geführte rivalisierende Bietergruppe gab sich am Montag geschlagen, nachdem Charoen sein Gebot in der vergangenen Woche auf 9,55 Singapur-Dollar pro Aktie erhöht hatte. Overseas Union habe beschlossen, sein Gebot von 9,08 Singapur-Dollar je Anteilsschein nicht zu erhöhen, teilte das vom Immobilientycoon Stephen Riady kontrollierte Unternehmen nach Börsenschluss am Montag mit. Hintergrund seien neue Schritte der Behörden in Singapur zur Abkühlung des Immobilienmarkts.

Das fast 130 Jahre alte Unternehmen F&N unterhält Tausende Appartementhäuser in Städten wie London, Paris und Dubai, dazu Einkaufszentren, Bürohochhäuser und Technologie-Zentren in Singapur, Australien und Japan. Zum Portfolio gehört auch eine Getränke- und Verlagssparte. Im September verkaufte F&N die in der Region beliebte Biermarke Tiger an den niederländischen Brauereikonzern Heineken.

Bereits in der vergangenen Woche kaufte Charoen weitere Anteile an F&N und weitete so seine Beteiligung auf mehr als 40 Prozent aus. Die Kontrolle über F&N bietet Charoen Analysten zufolge die Möglichkeit, das Vertriebsnetz des Konzerns in Singapur und Malaysia zu nutzen, um seine Produkte dort zu verkaufen.

Gleichzeitig könne der Milliardär F&N-Marken in Thailand vermarkten. Es gebe eine Menge Kooperations-Möglichkeiten, sagte Analyst Goh Han Peng von DMG & Partners Securities in Singapur. Die Einverleibung durch OUE hätte die größte Unternehmensfusion in Südostasien bedeutet.

Von

rtr

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