Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.02.2015

13:20 Uhr

Social-Media-Barometer

Deutsche Börse läutet Neuen Markt light ein

Wie bringt man am besten Gründer und Investoren zusammen? Die Deutsche Börse setzt sich offenbar mit dieser Frage auseinander – und holt das Konzept für einen Neuen Markt 2.0 aus der Schublade. Das Social Web diskutiert.

Die von der Bundesregierung, Gründern, Investoren und der Deutschen Börse angedachte Plattform für Start-ups bleibt vorbörslich. dpa

Unbegründete Skepsis

Die von der Bundesregierung, Gründern, Investoren und der Deutschen Börse angedachte Plattform für Start-ups bleibt vorbörslich.

DüsseldorfWarum wird in Sozialen Netzwerken über die Deutsche Börse gesprochen? Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Der Frankfurter Börsenbetreiber hat diese Woche Geschäftszahlen vorgelegt. Der scheidende Chef Reto Francioni zog dabei ein positives Fazit, was er auf seine gesamte Amtszeit ausdehnte. Für Murren am Markt sorgte aber die Ankündigung, dass die Dividende stagniert.

Zwar gilt eine Erhöhung in den kommenden Jahren als wahrscheinlich. Davon können sich die Aktionäre, buchstäblich, erst einmal nichts kaufen. Kein Wunder, dass die Nachricht in Verbindung mit neuen Analystenstimmen für Betrieb auf Twitter und Facebook gesorgt haben. Um 672 Prozent nahm die Aktivität laut des Social-Media-Barometers des Handelsblatts in den vergangenen 24 Stunden zu – aber nicht nur deswegen.

Keine Dividendenerhöhung: Deutsche Börse unter Druck

Keine Dividendenerhöhung

Deutsche Börse unter Druck

Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, zieht zum Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz. Aktuell gerät die Börse allerdings etwas unter Druck, eine Dividendenerhöhung ist erstmal gestrichen.

Im Windschatten der großen Nachrichten macht ein Bericht des österreichischen Wirtschaftsblatts die Runde. Dort werden zwei magische Reizworte verknüpft: Start-ups und der Neue Markt. Schon seit Jahren gibt es Spekulationen um ein Comeback der einstigen Technologiebörse, die Pläne wanderten bei der Deutschen Börse aber in die Ablage.

Jetzt könnte es zu einer abgeschwächten Variante eines Neuen Markts 2.0 kommen. Wie das Wirtschaftsblatt berichtet, arbeitet die Deutsche Börse an einer vorbörslichen Plattform, auf der Gründer und Investoren sich kennenlernen sollen – und den Börsengang wagen, wenn sich genügend Kapitalgeber finden. In Kooperation mit der Bundesregierung, Start-ups und Kapitalgebern werde den Angaben zufolge seit einiger Zeit probiert, einen Weg zu finden, jungen Technologiefirmen Zugang zum Kapitalmarkt zu verschaffen.

Nach dem bösen Absturz des Neuen Markts zur Jahrtausendwende ist dieses Eisen den beteiligten jedoch zu heiß. Die für den Sommer angedachte Plattform soll im Idealfall aber die IPO-Szene in Deutschland befeuern und Gründer mit Kapital im Rücken an die Börse bringen, um noch mehr Kapital zu sammeln. Dass es mehr als ein Gerücht ist, bestätigte dem Wirtschaftsblatt inzwischen auch Andreas Preuß, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse. Der Start der Plattform sei im Sommer geplant.

Von

alm

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×