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16.01.2013

14:11 Uhr

Solarmodulproduzent

Aleo Solar steckt tief in den roten Zahlen

Wegen sinkender Preise ist der Umsatz des Solarmodulproduzenten drastisch eingebrochen. Obwohl der Konzern in den roten Zahlen steckt, droht wohl keine Pleite. Das Unternehmen wird von der Bosch-Gruppe finanziert.

Das Konzernergebnis hatte nach dem dritten Quartal bei -63,6 Millionen Euro gelegen. dpa

Das Konzernergebnis hatte nach dem dritten Quartal bei -63,6 Millionen Euro gelegen.

Oldenburg Der Oldenburger Solarmodulproduzent Aleo Solar hat wegen sinkender Preise 2012 einen drastischen Umsatzeinbruch hinnehmen müssen und steckt tief in den roten Zahlen. Der Umsatz sackte nach einer Mitteilung des zur Bosch-Gruppe gehörenden Unternehmens um 39 Prozent auf 279,9 Millionen Euro ab. Das Konzernergebnis hatte nach dem dritten Quartal bei -63,6 Millionen Euro gelegen. Zum Gesamtjahr hieß es am Mittwoch lediglich, Aleo Solar werde mit einem deutlich negativen Ergebnis abschließen. 2011 hatte der Verlust 32,2 Millionen Euro betragen.

„Die wesentlichen Ursachen für das Minus sind neben den erneut stark gefallenen Modulpreisen die Einmalbelastungen infolge der Werkschließungen in Spanien und China“, sagte der Vorstandsvorsitzende York zu Putlitz. Außerdem habe es eine außerplanmäßige Wertminderung der Vermögenswerte gegeben. Die Finanzierung des Unternehmens sei aber durch Kredite der Robert Bosch GmbH gesichert. Den Geschäftsbericht 2012 mit endgültigen Zahlen will Aleo Solar voraussichtlich am 26. März veröffentlichen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

16.01.2013, 14:48 Uhr

Das Unternehmen hat alles, was es zum Erfolg braucht.

Ein langjährig erfahrenes Management, das noch dazu die Branche versteht.

Ein erstklassiges Geschäftsmodell mit glänzender Perspektive.

Und eine Mutter, die etwas vom Geschäft versteht und den Erwerb zum richtigen Zeitpunkt getätigt hatte.

Natürlich auch einen hervorragenden Aufsichtsrat.

Warum läuft das dann nur nicht?

HofmannM

16.01.2013, 15:14 Uhr

@sieg-fried
Weil die Erneuerbaren Energien (Sonne,Wind,Biogas) durch das perfide EEG vom Markt geschützt werden.
Anders gesagt...Die Erneuerbare Energietechnik bezieht ihren Umsatz nicht auf Grund von Marktteilnehmern sondern auf Grund des EEG. Dieses EEG zwingt uns Endverbraucher über die EEG-Zwangsabgabe für den Umsatz der Erneuerbaren Energiebranche zu sorgen. Hier steht der planwirtschaftliche Zwang eine Energietechnik einzufürhen der marktwirtschaftlichen Realität gegenüber.
Für die Erneuerbaren Energien war und ist am Weltmarkt nie ein Platz vorgesehen gewesen. Diese Energieform wird immer ein Nischeprodukt bleiben. Nur die deutsche Politik spieglt mit dem EEG eine marktbeherrschende Rolle der Erneuerbaren Energietechnik vor. Mit der Realität hat die Energiewende/Erneuerbare Energiehyp nie etwas zu tun gehabt und wird es auch nie haben!!!

Account gelöscht!

16.01.2013, 16:36 Uhr

@HofmannM
Wer, wenn nicht Bosch, hätte denn das von Ihnen beschriebene Dilemma besser vorhersehen müssen?

Wer ist besser mit der Politik verdrahtet - wer hat die besten Berliner Kontakte? Doch wohl Grosskonzern mit all ihrer Macht. Und, wie in diesem Fall, eindrucksvollen Repräsentanzen und Lobbyisten direkt in Berlin.

Da hat jemand offenkundig kläglich versagt - und zwar bei Bosch. Nimmt der nun auch den Hut?

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