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23.08.2012

07:07 Uhr

Sparen, kürzen, streichen

Deutsche Konzerne rüsten sich für den Abschwung

VonAxel Höpner, Dirk Heilmann

Die deutschen Großkonzerne schalten in den Krisenmodus um. Die Firmen suchen nach Möglichkeiten, die Flaute zu überstehen. Stellenstreichungen und Einsparungen stehen bei den Unternehmen nun auf der Tagesordnung.

Stellenstreichungen in Dax-Konzernen - na und?

Video: Stellenstreichungen in Dax-Konzernen - na und?

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München/DüsseldorfDie Details des Sparprogramms sollen erst auf der Führungskräftetagung von Siemens im Herbst präsentiert werden. Doch fest steht schon jetzt, wie die Schlüsselworte lauten werden: sparen, kürzen, streichen. Mitarbeiter der vier Sparten Industrie, Energie, Medizintechnik und Infrastruktur sowie der Strategieabteilung suchen derzeit nach Möglichkeiten, wie sich die von Vorstandschef Peter Löscher Ende Juli angekündigten Einsparungen umsetzen lassen. Es gebe "definitiv noch keine Entscheidungen", heißt es im Konzernumfeld.

Aber, so fügt ein Insider hinzu: "Natürlich wird das Ganze nicht ohne Stellenstreichungen gehen. Der Konzern muss jetzt aus dem Rekordmodus in den Krisenmodus umschalten." Die "Börsen-Zeitung" hatte berichtet, bei Siemens stünden "Tausende" der insgesamt 400.000 Stellen auf dem Spiel.

Schuld am Sparzwang ist die sich ankündigende Konjunkturflaute. So ist der Auftragseingang bei Siemens im dritten Geschäftsquartal um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Viele andere deutsche Unternehmen kämpfen mit den gleichen Problemen, weshalb nun die Stunde der Controller schlägt.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro leidet unter der Kaufzurückhaltung infolge der Euro-Krise und will deshalb jährlich 120 Millionen Euro einsparen. RWE macht nicht nur die Energiewende, sondern auch die sinkende Stromnachfrage wegen des Abschwungs zu schaffen - knapp 11.000 Stellen sollen wegfallen. Der Sportartikelhersteller Puma verzeichnete trotz Olympia im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch von 29 Prozent und beschleunigt den Konzernumbau.

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

23.08.2012, 07:13 Uhr

Nun braucht man wohl nicht mehr die Fachkäftelüge bemühen?

Account gelöscht!

23.08.2012, 07:31 Uhr

Mir ist der Abschwung voellig egal solange die EZB weiter druckt und die Aktienkurse deshalb steigen. Ist in den USA mit der FED genauso. Die Sparer und die Rentner muessen dies halt mitfinanzieren - ob sie wollen oder nicht. Aber wenn man an Papiergeld und Politikersprueche glaubt, dann ist dies halt so.

Also wen kuemmert ein Abschwung. Nicht das KGV (Kurs-Gewinn-Verhaeltnis) zaehlt, sondern das DDV (Draghi-Druck-Verhaeltnis) ;-)

uisi71

23.08.2012, 08:12 Uhr

ich bin voll bei Dir, mir ist es ein Rätsel wie Meldungen im HB wie, "Chinas Wirtschaft lahmt, oder Deutsche Konzerne stellen sich auf Abschwung ein "einen "AUFSCHWUNG" bei den Börsen auslöst.
Von Realwirtschaft kann man nicht mehr sprechen, wünsche allen Gelddruckern ein Elefantengehirn, wenn sie in Pension sind und dann zur Verantwortung gezogen werden. Der Aufstand und Proteste auf den Straßen ist auch bei uns vorauszusehen. Verarschen kann ich mich selber, dazu brauch ich nicht die Blasen der Ju nkers, Schäubles, dass alles nur ein gutes "Geschäft" für uns ist.
Keiner von all diesen Egg Heads hat jemals in einem Profit Center in seinem Berufsleben arbeiten müssen, das Geld anderer zu verteilen ist ja auch viel leichter.

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