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21.06.2011

15:46 Uhr

Spitzenverband

Haasis soll Sparkassen-Präsident bleiben

Eigentlich wollte Heinrich Haasis, Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, schon im kommenden Jahr in Ruhestand gehen. Doch im Präsidium des Spitzenverbands plädiert nun eine Mehrheit für eine Vertragsverlängerung.

Heinrich Haasis könnte seine Amtzeit als Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes verlängern. Quelle: dpa

Heinrich Haasis könnte seine Amtzeit als Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes verlängern.

FrankfurtHeinrich Haasis könnte länger als geplant Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) bleiben. Im Spitzenverband der 431 Sparkassen und acht Landesbanken und dessen Präsidium mehrten sich die Stimmen, die Haasis zu einer Verlängerung seiner Amtszeit um etwa zwei Jahre bewegen wollten, sagte eine mit der Diskussion vertraute Person am Dienstag. Haasis' Vertrag läuft Ende April 2012 aus, der 66-Jährige wollte dann eigentlich in Ruhestand gehen. Er habe sich noch nicht entschieden, ob er den Rufen nachkommen wolle, hieß es in den Kreisen. Gewählt wird der DSGV-Präsident in der Regel auf der Mitgliederversammlung, die Anfang Dezember stattfinden soll. 

Auch das Wirtschaftsmagazin „Capital“ berichtete über eine mögliche Vertragsverlängerung für Haasis, der seit 2006 an der Spitze des Verbandes steht. Ein Sprecher des DSGV sagte zu den Informationen nur: „Dazu gibt es nichts Mitteilenswertes.“ Auch Haasis' Vorgänger Dietrich Hoppenstedt hatte seine sechsjährige Amtszeit um zwei Jahre verlängert.

Ambitionen auf den DSGV-Spitzenposten hätte Kreisen zufolge auch der Präsident des westfälischen Sparkassenverbandes, Rolf Gerlach. Er ist zurzeit Erster Vizepräsident des Verbandes, gilt aber in großen Teilen der Organisation als wenig beliebt. 

Der CDU-Politiker Haasis hatte seine politische Laufbahn als Landrat des Zollernalbkreises in Baden-Württemberg begonnen. Ein großes Projekt hatte er mit der Komplett-Übernahme des Fondsdienstleisters DekaBank durch die Sparkassen in diesem Jahr abgeschlossen. Die Zukunft der Landesbanken, die mit den Sparkassen eng verwoben sind, ist aber weiterhin ungeklärt. Haasis schwebt ein Spitzeninstitut für die Sparkassen vor, in dem zumindest Teile der Landesbanken aufgehen könnten.

Von

rtr

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