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10.06.2015

15:20 Uhr

Steigende Mieten

Der Staat ist schuld

Auflagen für den Klimaschutz, teures Bauland: Aus Sicht des Zentralen Immobilien Ausschusses ist es eigentlich der Staat, der das Wohnen immer teurer macht. Für die Lobbyorganisation ist klar, was zu tun ist.

Der Dachverband Zentrale Immobilien Ausschuss gibt dem Staat die eigentliche Schuld an immer teurer werdendem Wohnraum. dpa

Zu viele Auflagen, zu wenig Begünstigungen

Der Dachverband Zentrale Immobilien Ausschuss gibt dem Staat die eigentliche Schuld an immer teurer werdendem Wohnraum.

BerlinDie Immobilienwirtschaft sieht in staatlichen Auflagen etwa zum Klimaschutz und teurem Bauland die eigentlichen Kostentreiber für steigende Wohnungsmieten. „Der Staat und nicht die Immobilienwirtschaft macht das Bauen und damit auch das Wohnen teurer“, sagte die Vizepräsidentin des Spitzenverbandes ZIA, Bärbel Schomberg, am Mittwoch in Berlin.

Als Sofortmaßnahmen forderte der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), die geplante Verschärfung der Energieeinsparverordnung zu stoppen, die Steuer-Abschreibung von Neubauten von zwei auf vier Prozent zu erhöhen und Baugenehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Wie die Preise steigen

Die Berechnung

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat die Veränderung der Immobilienpreise in Deutschland analysiert. Als Datengrundlage diente die Preisentwicklung von Bestandswohnungen von Anfang 2010 bis zum dritten Quartal 2014.

München

Preisentwicklung: +47 Prozent

Berlin

Preisentwicklung: +41 Prozent

Hamburg

Preisentwicklung: +39 Prozent

Düsseldorf

Preisentwicklung: +32 Prozent

Stuttgart

Preisentwicklung: +27 Prozent

Frankfurt am Main

Preisentwicklung: +26 Prozent

Köln

Preisentwicklung: +25 Prozent

Die Dachorganisation von 24 Immobilien-Verbänden vermittelte allerdings wenig Zuversicht, mit diesen Forderungen in naher Zukunft in der Politik Gehör zu finden. Die von Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) eingesetzte Baukostensenkungskommission sei von der Stoßrichtung her gut, sagte ZIA-Vizepräsident Thomas Zinnöcker, im Hauptberuf Vorstandsmitglied der Deutschen Annington, des größten Wohnungskonzerns in Deutschland. Man müsse aber „vom Reden ins Handeln“ kommen.

Von

rtr

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