Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.03.2006

09:00 Uhr

Steinmetz wurde nicht bezahlt

Auch ein Grabstein kann gepfändet werden

Auch ein Grabmal oder Grabstein kann gepfändet werden. Nach einem Entscheid des Bundesgerichtshofs (BGH) finden sie bei der Bestattung keine unmittelbare Verwendung und sind somit pfändbar

HB BERLIN. Für Särge gelte dies nicht, erklärten die Richter. Den Angaben zufolge hatten die Hinterbliebenen nach dem Tod ihrer Mutter einen Steinmetzbetrieb beauftragt, ein Urnengrabmal zu fertigen und aufzustellen. Den Preis von rund 1 100 Euro blieben sie allerdings schuldig, worauf der Steinmetz einen Vollstreckungsbescheid erwirkte.

Der Gerichtsvollzieher habe dies abgelehnt; Amts- und Landgericht hätten dies bestätigt, erst vor dem BGH habe der Steinmetz Erfolg gehabt. Grabmäler und Grabsteine würden häufig erst nach geraumer Zeit nach der Bestattung aufgestellt und dienten dem Andenken des Verstorbenen, erklärten die Richter zur Begründung.

Aktenzeichen:
VII ZB 48/05, Beschluss vom 20. Dezember 2005

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×