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27.04.2013

13:45 Uhr

Steueraffäre Hoeneß

Audi-Chef Stadler meldet Bedenken an

Die Anzeichen, dass FCB-Präsident Uli Hoeneß intern Konsequenzen aus der Steueraffäre drohen, verdichten sich. Rupert Stadler betonte, wie wichtig Anteilseigner Audi die Einhaltung von Regeln und Normen sei.

Audi-Chef Rupert Stadler: Sein Unternehmen hält neun Prozent an der FC Bayern München AG. Reuters

Audi-Chef Rupert Stadler: Sein Unternehmen hält neun Prozent an der FC Bayern München AG.

MünchenFC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß verliert vor der für Montag geplanten Aufsichtsratssitzung des Clubs wegen seiner Steueraffäre immer mehr Rückhalt. „Audi ist der Überzeugung, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur sichergestellt werden kann, wenn Regeln und Normen konsequent befolgt werden. Wir stehen für achtbares, ehrliches und regelkonformes Verhalten im Geschäftsalltag“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler der „Bild am Sonntag“. Audi hält wie Adidas gut neun Prozent an der FC Bayern München AG. Deren Haupteigner ist der Fußballverein.

Näher wollte Stadler wegen der laufenden Ermittlungen aber nicht auf Hoeneß' Affäre wegen Steuerhinterziehung eingehen. Der Audi-Chef ist im Aufsichtsrat Stellvertreter des Vorsitzenden Hoeneß. VW-Chef Martin Winterkorn, der ebenfalls im Bayern-Aufsichtsrat sitzt, antwortete am Freitagabend im ORF-Fernsehen auf die Frage, ob das Gremium von Hoeneß abrücken werde: „Ob das im Aufsichtsrat am Montag diskutiert wird, weiß ich nicht. Ich gehe mal davon aus, eher nicht.“

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Unter den Aufsichtsratsmitgliedern des FC Bayern München wird diskutiert, dem Vorsitzenden Uli Hoeneß zu empfehlen, seine Ämter vorübergehend ruhen zu lassen. Im Falle einer Anklage sei der Manager keinesfalls zu halten.

„Spiegel-Online“ berichtete dagegen ohne Angabe von Quellen, mehrere Aufsichtsräte wollten Hoeneß auf ihrer nächsten Sitzung nahelegen, seine Ämter bis zur Klärung der Vorwürfe gegen ihn ruhen zu lassen. Hoeneß hatte nach Bekanntwerden der Affäre einen Rücktritt ausgeschlossen.

Allen voran hatte das Handelsblatt in der Freitagsausgabe exklusiv über Stimmungen im Aufsichtsrat des FC Bayern München berichtet, die Hoeneß im Rahmen der nächsten Sitzung nahelegen wollen, seine Ämter vorerst ruhen zu lassen. „Das wäre doch eine elegante Lösung“, heißt es inden Kreisen. Der Vertraute eines weiteren Kontrolleurs sagt: „Ich habe von dem Plan gehört.“ Komme es zur Anklage, sei Hoeneß ohnehin nicht zu halten.

Kommentare (12)

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uweweinreich

27.04.2013, 14:41 Uhr

Nah hat die Süddeutsche Zeitung heute wieder nichts fundamental neues veröffentlicht, was das HB hätte verarbeiten können? Der Journalist / die Journalistin des Handelsblattes hat schon wieder nichts neues zu berichten gehabt und fängt schon wieder an wie wild zu spekulieren. Spiegel Online wird hilfesuchend benutzt um irgendetwas zu suggerieren obwohl Spiegel Online - wie HB selbst feststellt - gar keine Quellen hat, somit eigentlich gar nichts wirklich weiß. Ach und gestern war da noch: "Wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus dem Umfeld des Aufsichtsrats erfuhr..", d.h. nicht von einem Aufsichtsratsmitglied selbst, sondern von der Putzfrau, der Geliebten, der Ehefrau oder dem Gärtner des "Aufsichtsratsmitglieds. Was bedeutet, eigentlich weiß man nichts und versucht sich nur aufzupusten ggf etwas nur zu suggerieren? "Der Vertraute eines weiteren Kontrolleurs sagt:" Jetzt kommt sogar die Meinung des Chauffeurs ins Handelsblatt. Tolle journalistische, exklusive Recherche. Eigentlich hat ihnen doch niemand was wirklich erzählt, was eine fundamentale Aussagekraft hat. Das ist die eigentliche Nachricht diese Artikels. Eigentlich gibt es im Zusammenhang mit VW und Audi noch etwas zum Schmunzeln. "... nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur sichergestellt werden kann, wenn Regeln und Normen konsequent befolgt werden." Fragt mal die entsprechenden Mitarbeiten bei VW oder sogar Audi wie nachhaltig das in Brasilien sichergestellt wurde.

Mauserspeck

27.04.2013, 14:52 Uhr

Glückliches Deutschland !
Bis auf einen Mitbürger leben in diesem Land nur
Saubermänner. Vor diesem Hintergrund sollte man endlich
zum Angriff auf die böse Welt da draußen blasen.

Account gelöscht!

27.04.2013, 14:53 Uhr

Wann bekommt der Journalismus in Deutschland mal wieder Format und wann wird er mal wieder unabhängig? Wann wird mal wieder mit journalistischer Scharfzüngigkeit berichtet, ohne das vorher ein Politiker oder Promi oder wer auch immer seine/ihre Zensurfinger im Spiel hatte?

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