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29.04.2016

14:36 Uhr

Strabag

Baukonzern will Dividende anheben

Strabag hat die höchste Gewinnausschüttung seit dem Börsengang im Jahr 2007 angekündigt. Die Dividende soll um 30 Prozent auf 65 Cent je Aktie steigen. Der Chef des Baukonzerns gibt sich optimistisch.

Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte der Baukonzern im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 341 Millionen Euro. Reuters

Strabag in Wien

Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte der Baukonzern im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 341 Millionen Euro.

FrankfurtDer österreichische Baukonzern Strabag will seine Aktionäre stärker am gestiegenen Gewinn teilhaben lassen. Für 2015 will das Unternehmen die Dividende um 30 Prozent auf 65 Cent je Aktie anheben, wie Strabag am Freitag mitteilte. Das sei die höchste Ausschüttung seit dem Börsengang im Jahr 2007.

Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte die Firma im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 341 Millionen Euro. Die Leistung legte um fünf Prozent zu auf 14,3 Milliarden Euro. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg ebenfalls um fünf Prozent. „Unser Ziel ist Rentabilität vor Umsatz“, sagte Strabag-Chef Thomas Birtel. „Der Trend der letzten Jahre belegt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere Maßnahmen Wirkung zeigen.“

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Allerdings reduzierte sich unter anderem wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Russland und seinen Nachbarländern der Auftragsbestand und lag zum Jahresende neun Prozent unter dem Bestand des Vorjahres. Für 2016 rechnet Strabag mit einer etwa gleichbleibenden Leistung von rund 14 Milliarden Euro. Zugleich bekräftigte der Vorstand sein Ziel, dass die Ebit-Marge ab 2016 nachhaltig drei Prozent betragen soll. 2015 hatte sie bei 2,6 Prozent gelegen.

Von

rtr

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