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29.01.2007

21:20 Uhr

Strafanzeige von Leo Kirch

Ermittlungen gegen Ackermann angeblich eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat nach Zeitungsangaben vom Medienunternehmer Leo Kirch angestoßene Ermittlungen gegen den Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, eingestellt. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde.

Josef Ackermann. Foto: dpa ap

Josef Ackermann. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Die Staatsanwaltschaft war am Abend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, ein Sprecher der Deutschen Bank gab keinen Kommentar ab.

In der Strafanzeige vom Oktober 2006 hatte Kirch Ackermann vorgeworfen, mit einer Abfindung in Höhe von 17,6 Mill. Euro für den bis Mai amtierenden Deutsche-Bank-Finanzvorstand Clemens Börsig gegen das Aktienrecht verstoßen und sich der Untreue schuldig gemacht zu haben. Börsig war an die Aufsichtsratsspitze gewechselt, nachdem der vorherige Chefkontrolleur wegen eines Rechtsstreits - ebenfalls mit Leo Kirch - den Posten geräumt hatte. Die Zahlung an den Finanzchef erfolgte als Ausgleich für seinen noch bis 2010 laufenden Vorstandsvertrag. Kirch warf Ackermann vor, den Aufsichtsrat zu dieser Millionenzahlung angestiftet zu haben.

Kirch und die Deutsche Bank liegen seit Jahren im Clinch. Der Medienmogul wirft der Bank und ihrem früheren Vorstandschef Rolf Breuer vor, seinen Konzern absichtlich in den Ruin getrieben zu haben, um anschließend von der Zerlegung zu profitieren.

Bereits Ende November hatte das Düsseldorfer Landgericht im Mannesmann-Verfahren, dem spektakulärsten Wirtschaftsprozess Deutschlands, das Verfahren gegen Ackermann und fünf weitere Angeklagte gegen Geldauflagen von insgesamt rund 5,8 Mill. Euro eingestellt.

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