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14.01.2014

14:28 Uhr

Stromproduktion 2013

Energiebranche meldet Rekord bei Erneuerbaren

Immer mehr Strom wird in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Vor allem die Stromproduktion aus Solaranlagen hat deutlich zugelegt. Das „Windjahr“ 2013 fiel hingegen schwach aus.

Ein Solarkraftwerk in Brandenburg. Die Stromproduktion aus Solaranlagen legte um 7,3 Prozent zu. dpa

Ein Solarkraftwerk in Brandenburg. Die Stromproduktion aus Solaranlagen legte um 7,3 Prozent zu.

BerlinIn Deutschland wird immer mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Im vergangenen Jahr sei der Anteil der Erneuerbaren an der gesamten Stromproduktion mit 23,4 Prozent so hoch wie nie gewesen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag in Berlin mit. Zugleich sei aber auch der Anteil des Kohlestroms gestiegen. Die Stromproduktion aus Erdgas ging den vorläufigen Schätzungen zufolge im Vergleich stark zurück.

Bei den Erneuerbaren Energien legte den Angaben zufolge vor allem die Stromproduktion aus Solaranlagen zu, und zwar um 7,3 Prozent im Vergleich zu 2012. Dagegen sei das „Windjahr 2013 eher schwach“ gewesen, sagte BDEW-Geschäftsführerin Hildegard Müller. Der Verband rechne mit einem Minus von 3,5 Prozent, allerdings fehle in den Schätzungen noch der Dezember, als Orkan Xaver über Deutschland fegte. Insgesamt liege der Ausbau der Erneuerbaren auf der von der Politik im Rahmen der Energiewende vorgegebenen Linie, sagte Müller.

Zugleich stieg der Anteil der Stromproduktion aus Kohle 2013 auf 45,5 Prozent nach 44 Prozent im Vorjahr. Vor allem Steinkohle wurde den Angaben zufolge stärker genutzt. Der Erdgasanteil an der Stromproduktion hingegen sei von 12,1 auf 10,5 Prozent gesunken.

Die Stimmung in der Energiebranche sei schlechter als noch vor einem Jahr, berichtete BDEW-Chefin Müller. Es fehle an klaren politischen Vorgaben, kritisierte sie und verwies unter anderem auf die geplante Reform der Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD fehle es „an mehreren Stellen an Klarheit und Entschlossenheit“, sagte Müller. Sie wünsche sich, dass die Politik die offenen Fragen möglichst zügig beantworte.

Von

afp

Kommentare (2)

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HofmannM

14.01.2014, 14:43 Uhr

Und der Stromverbraucher und hier vor allen die sozial schwachen der Gesellschaft dürfen diese Verschwenung von unnützen Wind- und Sonnenstrom, per EEG-Zwangsabgabe auch noch zahlen. Rekord für den Profit der sog. Erneuerbaren Energieabzocker Mafia auf Kosten des deutschen Stromverbraucher! Schämt Euch! Energiewende/EEG = Armut und Mangel!

Stromverbraucher

15.01.2014, 10:49 Uhr

Wieso steigt die Menge an Kohlestrom so stark?

Wieso kommen die gesunkenen Preise an der Leipziger Strombörse EEX nicht beim Verbraucher an?

Wieso exportiert Deutschland so viel Strom wie nie zuvor?

Kann es sein, dass "zuviel" Kohlestrom den Börsenpreis drückt und dadurch die EEG-Umlage steigt, die der Verbraucher zahlt? Durch diesen Mechanismus verdient die Wind- und Solarbranche ja nicht mehr (die Vergütungen sind fix).

Kann es also sein, dass mit der EEG-Umlage letztendlich der Kohlestrom subventioniert wird und folglich so unschlagbar günstig exportiert werden kann?

Wenn diese Annahmen stimmen: Wer profitiert von diesem Konstruktionsfehler im EEG am meisten?

Sicher nicht der Verbraucher in Deutschland. Aber auch nicht die Erneuerbaren. Und ganz sicher nicht die Umwelt.

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