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21.01.2014

14:22 Uhr

Stromversorger

GDF plant keine Zukäufe

GDF-Chef Gerard Mestrallet schließt den Zukauf eines anderen Unternehmens aus. Er dementiert damit gegenteilig lautende Gerüchte. Der französische Energiekonzern setzt vor allem auf das eigene Wachstum.

Konzernchef Gerard Mestrallet dementiere ausdrücklich, dass GDF ein Angebot für ein bestimmtes Unternehmen abgegeben habe. AFP

Konzernchef Gerard Mestrallet dementiere ausdrücklich, dass GDF ein Angebot für ein bestimmtes Unternehmen abgegeben habe.

LondonDer französische Versorger GDF Suez hat Medienberichte über Vorbereitungen für eine milliardenschwere Übernahme zurückgewiesen. „Wir haben keine Pläne für einen großen Zukauf“, sagte Konzernchef Gerard Mestrallet am Dienstag in Paris. Er dementiere ausdrücklich, dass GDF ein Angebot für ein bestimmtes Unternehmen abgegeben habe, wie es in der Presse berichtet worden sei. Aus Branchen- und Bankenkreisen war zuvor verlautet, dass das Management zwischen zehn und 20 Milliarden Dollar auf den Tisch legen wolle, um sein Geschäft außerhalb Europas zu stärken.

Den Insidern zufolge war ein erster Anlauf bei dem kanadischen Konzern Talisman Energy jedoch Ende vergangenen Jahres gescheitert. Demnach hätten sich GDF das Unternehmen insgesamt rund 17 Milliarden Dollar kosten lassen, um die Gasproduktion sowie das Geschäft in den Boom-Märkten Südamerikas und Asiens auszubauen. GDF habe aber auch andere Firmen im Visier wie etwa AES aus den USA. Das Unternehmen sei wegen seines Engagements in Kolumbien interessant, wo die Franzosen bisher nicht vertreten sind.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Mestrallet sagte dagegen, GDF setze vor allem auf eigenes Wachstum. Zugleich betonte er, der Konzern habe keine Pläne, die Dienstleistungssparte Cofely an die Börse zu bringen. Einige Experten zweifeln ohnehin daran, dass GDF tatsächlich an einem Zukauf in dieser Größenordnung interessiert sein könnte. Denn schon jetzt stehe GDF unter dem Druck der Ratingagenturen, seinen Schuldenberg von zuletzt fast 30 Milliarden Euro abzutragen.

Von

rtr

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