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05.05.2013

11:16 Uhr

Studie

Das sind die Sorgen der Finanzchefs

ExklusivDie Finanzabteilungen von Unternehmen unterstützen immer häufiger andere Geschäftsbereiche. Das bringt neue Anforderungen für die Mitarbeiter mit sich. Was Vorstände verlangen und vermissen.

Finanzabteilungen in Unternehmen: Geprägt von steigenden Anforderungen. dpa

Finanzabteilungen in Unternehmen: Geprägt von steigenden Anforderungen.

DüsseldorfDie Leiter von Finanzabteilungen europäischer Unternehmen vermissen bei ihren Mitarbeitern vor allem Führungskompetenzen sowie Fähigkeiten in der Kommunikation und dem Projektmanagement. Das ist ein Ergebnis der Studie „Business Partnering – Steigerung der Unternehmensleistung“ des Personaldienstleistungsunternehmen Robert Half, die Handelsblatt Online exklusiv vorliegt.

Was die Qualifikationen angeht, verlangen Finanzchefs von ihren Mitarbeitern vor allem Branchenkenntnisse (38 Prozent), Führungsqualitäten (36), Finanzfachwissen (29) und analytische Fähigkeiten (28). Das schlägt sich auch in den Personalentwicklungs- und Fortbildungsmaßnahmen der Unternehmen nieder. Neben analytischen Fähigkeiten (35 Prozent) wollen die Finanzleiter ihre Mitarbeiter vor allem bei Führungs- und Sozialkompetenzen (42 bzw. 37) sowie Finanzfachwissen (42) geschult wissen.

Die Finanzabteilungen sind geprägt von steigenden Anforderungen und dem neuen Rollenverständnis – bislang als Buchhalter und Controller tätig, unterstützen sie immer häufiger andere Geschäftsbereiche. Das ist der Umfrage zufolge in 42 Prozent der Unternehmen der Fall. 81 Prozent planen den Ausbau des sogenannten „Business Partnering“-Konzepts. Nur 15 Prozent der Leiter von Finanzabteilungen geben an, bislang das partnerschaftliche Konzept nicht einzusetzen.

Welche Management-Fehler fatal für Firmen sein können

Fehler eins

Frühwarnsignale, z.B. für Markt- oder technologische Veränderungen, werden nicht wahrgenommen oder sogar aktiv verdrängt.

Fehler zwei

Regulatorische und politische Einflüsse auf die künftige Unternehmensentwicklung werden systematisch unterschätzt.

Fehler drei

Markt- und Kundenveränderungen werden im Vorstand nicht (hinreichend) analysiert und diskutiert.

Fehler vier

Geschäftsmodelle werden nicht kritisch reflektiert.

Fehler fünf

Man hält zu lange an traditionellen (und bislang erfolgreichen) Vorgehensweisen fest.

Fehler sechs

Es mangelt an Mut, gegen die herrschende Meinung zu argumentieren.

Fehler sieben

Bei spürbaren Veränderungen wird zu zögerlich gehandelt, man ergeht sich in Aktionismus und Effekthascherei "auf der Bühne" ohne konkrete Maßnahmen.

Fehler acht

Es fehlt eine klar und überzeugend kommunizierte Veränderungsvision und Strategie.

Quelle

Umfrage unter Partnern von Roland Berger Strategy Partners. Zitiert in „Gute Führung“ von Burkhard Schwenker und Mario Müller-Dofel. Erschienen 2012 bei BrunoMedia Verlag.

Fast die Hälfte aller deutschen Finanzchefs verspricht sich davon eine verbesserte Unternehmensleitung, ein Drittel erhofft sich schnellere Entscheidungsprozesse und fast jeder Dritte auf ein wirkungsvolleres Risiko-Management. Die Hälfte der Finanzchefs erwartet aber mehr Unterstützung von ihrer Geschäftsführung für das Konzept.

Für die Robert-Half-Untersuchung wurden im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres 1000 Leiter von Finanzabteilungen und Bereichsvorstände Finanzen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden befragt.

Von

td

Kommentare (2)

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Vicario

05.05.2013, 11:47 Uhr

Zitat : bislang als Buchhalter und Controller tätig, unterstützen sie immer häufiger andere Geschäftsbereiche

- und scheitern dabei kläglich mangels notwendiger Kenntnisse, Qualifikation und Eignung !

Das Scheitern sehr vieler Unternehmen ist dem Umstand zu verdanken, dass Buchhalter zwangsläufig zu Unternehmenslenkern aufsteigen und orientierungslos Schaum um sich herum schlagen !

Die Amerikanisierung und Politisierung der Führungsriegen ist zum Nachteil der Unternehmensentwicklungen mittlerweile weit fortgeschritten !

visitor

05.05.2013, 13:15 Uhr

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