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07.01.2005

09:00 Uhr

T-Commerce

TV-Sender generieren mehr Umsätze außerhalb des Werbegeschäfts

Im deutschen TVMarkt werden im Jahr 2009 mehr als 5,1 Milliarden Euro durch transaktionsbasierte Dienste umgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Berliner Medienberatung Goldmedia in ihrer Studie T-Commerce 2009.

Den Experten des Medienunternehmens zufolge hat sich T-Commerce in der deutschen TV-Landschaft etabliert. Klingeltöne, Auktionen, Produktverkäufe, SMS-Games oder Dating-Kanäle: T-Commerce-Anwendungen seien nicht mehr Zusatzgeschäft. Damit hätte die Kreativität der TV-Programmmacher eine neue Qualitätsstufe erreicht.

Die aktuelle T-Commerce-Studie betrachtet die Marktentwicklung bis 2009 und fasst unter T-Commerce sämtliche Umsätze, die über den Fernseher als Distributions- und Vermarktungsmedium realisiert werden. Dazu gehören die Segmente: Pay-TV und Payper-View, Teleshopping, Direct Response TV (DRTV), TV-basiertes Merchandising & Licensing, Reiseshopping sowie TV-basierte Telefon-Mehrwertdienste.

Der Gesamtumsatz aller T-Commerce-Segmente (ohne Merchandising) betrug 2003 rund 2,7 Milliarden Euro. Goldmedia geht davon aus, dass das Gesamtpotenzial transaktionsbasierter Umsätze bis 2009 einen Wert von rund 5,1 Milliarden Euro erreiche. Das Reiseshopping werde mit einem jährlichen Plus von durchschnittlich 20 Prozent am stärksten wachsen. Teleshopping werde mit rund 1,5 Milliarden Euro in 2009 das umsatzstärkste T-Commerce-Segment bilden und von spezialisierten und innovativen Businessmodellen profitieren.

Das Pay-TV werde im deutschen Markt in 2009 ein Umsatzvolumen von 1,48 Milliarden Euro erwirtschaften und damit im Ranking der T-Commerce-Segmente knapp hinter Teleshopping auf Platz zwei zurückfallen. Die Studie prognostiziert ein durchschnittliches Marktwachstum von jährlich sieben Prozent. Auch 2009 werde Premiere den Pay-TV-Markt aller Voraussicht nach dominieren. Allerdings sei zu erwarten, dass die TV-Kabelnetzbetreiber mit ihren eigenen Pay-TV-Paketen stärker in den Markt drängen. Der Pay-per-View- und Near-Video-on-Demand (NVoD)-Bereich, der 2003 nur rund 21 Millionen Euro umgesetzt habe, werde sein Umsatzvolumen bis 2009 mit einem jährlichen Plus von rund 17 Prozent auf 73 Millionen Euro steigern.

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