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30.06.2015

06:54 Uhr

Tank und Rast

China greift nach deutschen Raststätten

VonAxel Postinett

Die China Investment Corp. soll an Tank und Rast interessiert sein. Der deutsche Autobahn-Dienstleister betreibt 390 Raststätten. Käme es zu dem Deal, wäre es der bisher größte chinesische Einstieg in Deutschland.

Das Unternehmen Tank & Rast betreibt mit seinen Pächtern insgesamt 350 Tank- und 390 Raststellen an deutschen Autobahnen. dpa

Chinesisches Interesse an Tank & Rast

Das Unternehmen Tank & Rast betreibt mit seinen Pächtern insgesamt 350 Tank- und 390 Raststellen an deutschen Autobahnen.

San FranciscoDer Betreiber von Tankstellen und Raststätten an deutschen Autobahnen steht seit geraumer Zeit zum Verkauf. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ soll die China Investment Corp. am deutschen Autobahn-Dienstleister interessiert sein. Bei einem geschätzten Transaktionsvolumen von bis zu vier Milliarden Euro wäre es das bisher größte chinesische Investment in Deutschland.

2004 hatte die britische Private Equity-Gruppe Terra das Unternehmen für eine Milliarde Euro übernommen und später 50 Prozent an die Deutsche Bank verkauft. Verbindliche Angebote sollen angeblich bis Ende Juli eingereicht werden können.

Die staatliche China Investment Corp. wurde 2007 gegründet und hat die Aufgabe einen Teil der massiven Reserven an Auslandswährungen weltweit „zu maximalen Erträgen bei überschaubaren Risiken“ anzulegen, wie es auf der Webseite heißt. CIC versteht sich selbst als „langfristiger Finanzinvestor“ der keine Kontrolle über die Portfoliounternehmen anstrebe. Per 31.12.2013 bestand das zu 28 Prozent in „Longterm Investments“, was Direktinvestitionen Intrastruktur und Immobilien beinhaltet.

Zahlreiche Großinvestoren wie Versicherungen oder Pensionsfonds suchen nach lukrativen Angeboten im Infrastrukturbereich, um in Zeiten von Niedrigzinses und Finanzkrisen von Griechenland bis Puerto Rico ihre Abhängigkeit von Staatsanleihen abzumildern. Festverzinsliche Papiere machen zum Beispiel nur noch 17 Prozent des CIC-Portfolios aus.

Nach Informationen von Reuters sind unter den Interessenten auch der Investmentfonds GIC aus Singapur und zwei kanadische Pensionsfonds für Lehrer. Auch ein Konsortium aus Allianz, Münchener Rück und einem Staatsfonds aus Abu Dhabi bereitet angeblich ein Angebot vor.

Kommentare (1)

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Herr Michael Rensler

30.06.2015, 09:45 Uhr

Ausländische Staatsbetriebe sollten meiner Meinung nach nicht Mehrheitsteilhaber in der deutschen Privatwirtschaft werden dürfen.
Das sieht für mich stark nach Verstaatlichung aus.

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