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11.10.2016

07:32 Uhr

Theranos

Investor verklagt umstrittenes Bluttest-Start-up

Ein Hedgefonds verklagt Theranos. Das einst mit Milliarden bewertete Start-up soll vorgetäuscht haben, dass seine Technologie kurz vor der Markteinführung stehe. Theranos weist die Anschuldigungen zurück.

Vergangene Woche schloss das Start-up die Bluttest-Labore in Arizona, Kalifornien und Pennsylvania. dpa

Theranos auf dem Rückzug

Vergangene Woche schloss das Start-up die Bluttest-Labore in Arizona, Kalifornien und Pennsylvania.

Palo AltoDas einst mit Milliarden bewertete Bluttest-Start-up Theranos, das den Betrieb weitgehend einstellen musste, wird nun erstmals von einem Investor verklagt. Ein Hedgefonds wirft Theranos vor, die kalifornische Firma habe vorgetäuscht, dass ihre Technologie kurz vor der Markteinführung stehe. Theranos wies die Anschuldigungen zurück.

Die meisten in der Klage zitierten Ankündigungen seien erst nach dem Einstieg des Investors gemacht worden und damit könne er davon auch nicht getäuscht worden sein.

Theranos versprach, Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren. Vor rund einem Jahr warf eine Serie von Enthüllungsberichten im „Wall Street Journal“ jedoch erhebliche Zweifel an der Technologie auf. Inzwischen ermitteln die US-Behörden und die Zukunft der Firma scheint ungewiss, nachdem Gründerin und Chefin Elizabeth Holmes wegen Regelverstößen für zwei Jahre untersagt wurde, Labore zu betreiben.

Theranos: Das Bluttest-Geschäft ist passé

Theranos

Das Bluttest-Geschäft ist passé

Mit ihrer Idee, einfache und kostengünstige Bluttests für jedermann zu liefern, machte Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes Furore. Dann kamen Zweifel an der Technologie auf. Nun zog die 32-Jährige die Konsequenzen.

Vergangene Woche schloss Theranos die Bluttest-Labore in Arizona, Kalifornien und Pennsylvania. Der Rückzug aus dem bisherigen Kerngeschäft kostet 340 Mitarbeiter - gut 40 Prozent der Belegschaft - den Job.

Der nun klagende Investor Partner Fund Management habe Anfang 2014 rund 96 Millionen Dollar in Theranos gesteckt, berichteten das „Wall Street Journal“ und der Finanzdienst Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Die Bewertung von Theranos in Finanzierungsrunden hatte zeitweise neun Milliarden Dollar erreicht.

Von

dpa

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