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13.12.2016

13:09 Uhr

Starthilfe

Sieben Überlebenstipps für die ersten Tage im neuen Job

VonCarina Kontio

Der Start im neuen Job ist häufig mit viel Aufregung, aber oft auch Vorfreude verbunden. In jedem Fall bedeutet er, dass erst einmal eine Menge neuer Herausforderungen auf Sie zukommen. Worauf Sie jetzt achten sollten.

Die ersten Tage an einem neuen Arbeitsplatz meistern, dazu braucht man starke Nerven. Getty Images

Die ersten Tage an einem neuen Arbeitsplatz meistern, dazu braucht man starke Nerven.

DüsseldorfVor einer Woche habe ich an dieser Stelle darüber geschrieben, worauf Sie achten sollten, bevor Sie die Weichen für einen Jobwechsel neu stellen. Heute blicken wir in die Zukunft und betrachten ganz konkret Ihre ersten Tage am neuen Arbeitsplatz. Sie haben also die Traumstelle ergattert, den Arbeitsvertrag unterschrieben, tauchen in ein neues Umfeld ein, sind motiviert, engagiert und noch voller frischer Ideen.

Natürlich ist so eine Situation auch mit Ängsten behaftet. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Sie den alten Job hinter sich lassen. Nur wer alte Baustellen schließt, kann auch erfolgreich in den neuen beruflichen Lebensabschnitt starten. Doch auch Vorsicht ist angebracht, denn gerade in den ersten Tagen lauern fiese Fettnäpfchen und Stolpersteine für Neulinge. Die ersten 100 Tage sind ein ständiger Lernprozess – nehmen Sie sich daher nicht zu viel vor für die ersten Wochen.

Job-Coach Jürgen Hesse vergleich die Situation im ersten Monat im Gespräch mit der Zeit mit dem Aufstieg von der Grundschule aufs Gymnasium: „Die Großen lassen Sie nicht sofort mitspielen; zuerst müssen Sie sich unterordnen. Auch wenn es Ihnen schwerfällt: Sie fangen wieder ganz unten an.“ Erwarten Sie also nicht, dass das ein Kinderspiel wird...

Wie grüße ich Vorgesetzte? Über was darf ich lästern? Soll ich die Kollegen duzen? Sind Privattelefonate erlaubt und was ist, wenn ich zu spät komme? Mit den folgenden sieben Tipps, die der Personalvermittler Page Personnel zusammengestellt hat, meistern Sie die ersten Tage im neuen Job souverän.

1) Freundlichkeit ist das Zauberwort

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!“ Darum ist Ihr Verhalten in der ersten Woche in Ihrem neuen Job entscheidend für die Zukunft. Seien Sie höflich und zuvorkommend. Selbstverständlich gilt dies generell, aber einen ersten verpatzten Eindruck wieder zu korrigieren, ist extrem schwer.

14 Tipps für einen erfolgreichen Start

Hintergrundwissen aneignen

Vorab sollten möglichst viele Informationen über die neue Firma eingeholt werden, zum Beispiel per Internetrecherche. Wer in ein inhabergeführtes Unternehmen kommt, sollte vor seinem ersten Arbeitstag schon einmal ein Bild des Inhabers gesehen haben – sonst könnte es peinlich werden, wenn man ihn am Kaffeeautomaten nach seinem Namen fragt.

Beobachten

Unsicherheit darüber, wie man sich den anderen gegenüber verhalten soll, ist am Anfang ganz normal. Welche Umgangsformen herrschen in der neuen Firma? Welche internen Regeln gibt es? Schon im Vorstellungsgespräch und später dann vor Ort ist es hilfreich, die anderen genau zu beobachten und sich an dem Verhalten der anderen zu orientieren.

Vorstellungsrunde vorbereiten

Egal, ob der Chef Sie durch die Abteilungen führt oder Sie sich vor dem Team selbst vorstellen: Überlegen Sie sich eine kurze Einleitung, das alle wichtigen Informationen zu Ihrer Person, Ihrer bisherigen Laufbahn und Ihrem neuen Aufgabenbereich enthält. Ein Kuchen ist nie verkehrt – und vergessen Sie auf keinen Fall, auch den Chef dazu einzuladen. 

Die richtige Kleidung

Informieren Sie sich noch vor dem ersten Arbeitstag, welche Kleidung in der Branche üblich ist. Der Faktor Kleidung ist enorm wichtig, denn das richtige Outfit drückt Zugehörigkeit aus.

Zu Fehlern stehen

Natürlich sollte man den gleichen Fehler nicht dreimal hintereinander machen, doch sind Fehler gerade am Anfang alles andere als ungewöhnlich. Versuchen Sie nie, einen Fehler zu verheimlichen sondern fragen Sie stattdessen nach, wie Sie ihn beim nächsten Mal vermeiden können.

Schlüsselpersonen identifizieren

Die ersten Wochen dienen auch dazu, die Personen zu identifizieren, die für einen selbst am wichtigsten sind. Das können neben dem direkten Vorgesetzten auch andere Mitarbeiter und Kollegen sein.

Nicht sofort nach Urlaub fragen

Es gibt einige Dinge, die in den ersten Tagen tabu sind: Dazu gehört unter anderem die Frage nach dem nächsten Urlaub. Ebenso sollten Sie es vermeiden, unpünktlich zur Arbeit oder zu Terminen zu erscheinen oder sich zu früh in den Feierabend zu verabschieden.

Die Ressourcen kennen

Erkundigen Sie sich zu Beginn, auf wen Sie zugreifen können und wer wann informiert werden muss.

Den richtigen Zeitpunkt abwarten

Am Anfang ergeben sich sicherlich viele Fragen. Doch stören Sie Kollegen oder Vorgesetzte nicht während eines Telefongesprächs oder wenn er oder sie offensichtlich in Eile ist, sondern warten Sie einen passenden Moment ab.

Arbeitsstile

Tauschen Sie sich mit Kollegen über bevorzugte Arbeitsstile aus. Möchte jemand zum Beispiel lieber persönlich, per Telefon oder per E-Mail informiert werden?

Zwischenmenschliche Kontakte forcieren

Warten Sie nicht darauf, dass die Kollegen Sie zur Kaffeepause abholen, sondern gehen Sie selbst auf die anderen zu. Haben Sie eine Frage an den Chef, gehen Sie kurz vor dem Mittagessen zu ihm und anschließend gemeinsam in die Kantine.

Genau zuhören

Geben Sie sich stets Mühe, genau zuzuhören, was das Gegenüber mag. Merken Sie sich dieses Detail und greifen Sie es an gegebener Stelle wieder auf – das zeigt nicht nur, dass Sie aufmerksam zuhören, sondern drückt auch Wertschätzung aus.

Nicht über den alten Job lästern

Bei Nachfragen nach dem alten Job sollten Sie stets sachlich bleiben. Über die alten Kollegen oder den Chef herziehen, ist tabu.

Mit Kritik zurückhalten

Halten Sie sich zunächst an die Vorgaben, die man Ihnen macht, auch wenn diese Ihnen in manchen Fällen weniger sinnvoll erscheinen sollten. Wenn Sie sich eingearbeitet und das Unternehmen in Ruhe kennen gelernt haben, können Sie immer noch Verbesserungsvorschläge machen.

2) Lieber einmal zu oft fragen

In Ihrer Einarbeitungsphase erwarten Ihre neuen Kollegen und Vorgesetzten nicht, dass Sie sofort über alles Bescheid wissen. Trauen Sie sich, Fragen zu stellen, und bitten Sie um Hilfe. Sie zeigen damit Interesse und Einsatzbereitschaft für Ihre neue Arbeitsstelle. Hören Sie aufmerksam zu, fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist, und bedanken Sie sich für die Mühe der Kollegen.

3) Pünktlichkeit ist eine Zier

Prinzipiell ist das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz eine Grundvoraussetzung. Es kann im weiteren Verlauf Ihrer Anstellung Ausnahmesituationen geben, über die Sie Ihren Vorgesetzten dann rechtzeitig informieren. Zu Beginn des neuen Jobs vermeiden Sie jedoch Verspätungen. Das macht schlicht keinen guten Eindruck, sondern signalisiert Unzuverlässigkeit.

4) Lassen Sie sich nicht ablenken

Gerade weil in den ersten Wochen so viel Neues auf Sie zukommt, ist es besonders wichtig, hoch konzentriert zu sein. Nur so können Sie die neuen Informationen gezielt aufnehmen und verarbeiten. Reduzieren Sie in dieser Zeit private Termine, um sich ausgeruht und ausdauernd auf die neue Herausforderung fokussieren zu können.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.12.2016, 17:46 Uhr

Wie gut das ich diese Tipps nie brauchen werde......neuer Job....für was denn????
Für die grünlinke Merkelregierung??????
Da lass ich mich lieber vom Amt bezahlen und habe dadurch mehr Zeit alles zu kommentieren.
Danke

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