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19.05.2016

10:13 Uhr

Thomas Cook

Türkei-Krise lastet auf Reisekonzern

Immer mehr Urlauber meiden die Türkei. Das macht auch dem Reisekonzern Thomas Cook zu schaffen. Die Briten müssen ihre Jahresprognose nach unten korrigieren. Die Aktie bricht daraufhin ein.

Europas zweitgrößter Reisekonzern muss seine Jahresziele korrigieren. dpa

Thomas Cook

Europas zweitgrößter Reisekonzern muss seine Jahresziele korrigieren.

LondonDem britischen Reisekonzern Thomas Cook macht eine Schwäche im Türkei-Geschäft zu schaffen. Weil Urlauber das Land am Bosporus zunehmend meiden, gingen die Sommer-Buchungen um fünf Prozent zurück, wie der Rivale von Weltmarktführer Tui am Donnerstag mitteilte. Die Nachfrage nach Türkei-Reisen liege deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Jahresprognose fiel deswegen niedriger aus. Die Aktie brach im frühen Handel um rund 15 Prozent ein.

Zuletzt hatten unter anderem Anschläge in Istanbul und anderen türkischen Orten, sowie der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien viele Urlauber verunsichert. Sie weichen laut Thomas Cook auf Spanien aus, etwa die Kanaren oder Balearen. Auch USA-Reisen seien gefragter.

Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März stagnierte der Umsatz in etwa bei 2,67 Milliarden Pfund (rund 3,5 Milliarden Euro). Den bereinigten Betriebsverlust konnte das Unternehmen um fünf Prozent auf 163 Millionen Pfund verringern. Hintergrund war ein besseres Geschäft mit luxuriöseren Reisen, an denen der Konzern mehr verdient.

Zu Medienberichten über ein Interesse der Lufthansa an der Airline-Tochter Condor wollte sich Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser nicht äußern. Sein Unternehmen sei sehr zufrieden mit Condor, sagte er lediglich. Reuters hatte kürzlich von Insidern erfahren, dass die Lufthansa zum Ausbau des Billig-Ablegers Eurowings den deutschen Rivalen Condor ins Visier genommen habe. Verhandlungen dazu mit Thomas Cook liefen seit Monaten, hieß es.

Von

rtr

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