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22.04.2014

16:28 Uhr

Thomas de Buhr

Google-Manager wird Deutschland-Chef von Twitter

Twitter hätte gern mehr Gewicht in Europa. Jetzt verstärkt ein Google-Manager die Führungsriege des Kurznachrichtendienstes in Deutschland. Er soll ein Vertriebsteam aufbauen – und so für Umsatz sorgen.

Früher Google, jetzt Twitter: Thomas de Buhr wird Chef des Internetdienstes. Twitter

Früher Google, jetzt Twitter: Thomas de Buhr wird Chef des Internetdienstes.

HamburgTwitter bekommt in Deutschland einen neuen Chef. Zum 1. August 2014 soll Thomas de Buhr Managing Director von Twitter Deutschland werden, wie der Kurznachrichtendienst am Dienstag in Hamburg mitteilte. Der 45-Jährige kommt von Google. Er soll nun bei Twitter einen Vertriebs-Bereich in Deutschland aufbauen und wird ein Team leiten, dass Kunden und Agenturen in Deutschland betreuen soll.

Bei Google hatte de Buhr in den Jahren 2009 bis 2011 die Vermarktung von YouTube und des Google Display Netzwerks geleitet. Seit 2012 verantwortete der Marketing- und Medien-Experte die Zusammenarbeit zwischen Google und Herstellern von Markenartikeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf seinem Twitter-Profil @debuhrtho setzte de Buhr bisher nur rund 20 Nachrichten ab.

Twitter hat bislang in Deutschland ein vierköpfiges Team unter der Leitung von Rowan Barnett, das in Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Nachrichten, Politik, Fernsehen, Sport sowie Musik und Entertainment für ein Nutzerwachstum bei Twitter sorgen soll. An dessen Rolle verändert sich nichts.

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Twitter ist in Deutschland bislang nicht so populär wie in den USA, Großbritannien oder in Ländern wie der Türkei. Nach einer Anfang März von dem Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlichten Studie von Peerreach sind im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) 8,9 Millionen Menschen bei Twitter angemeldet, aber nur 1,4 Millionen als Verfasser von Kurzmitteilungen aktiv. Die Herausforderung für Twitter besteht darin, das Interesse an einzelnen Tweets in eine dauerhafte Bindung der Nutzer umzusetzen.

Das Nutzerwachstum ist nach dem Börsengang im vergangenen Jahr zu einer Schlüsselfrage für den Kurznachrichtendienst geworden. Im Schlussquartal waren trotz des Börsenrummels lediglich neun Millionen Nutzer hinzugekommen. Danach war die Aktie abgesackt. Twitter hatte zum Jahreswechsel insgesamt 241 Millionen Nutzer weltweit.

Von

dpa

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