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20.11.2014

09:40 Uhr

Thorsten Heins hat neuen Job

Ex-Blackberry-Boss wird neuer Powermat-Chef

Thorsten Heins hat erfolglos versucht, den Umschwung beim Smartphone-Pionier Blackberry zu schaffen. Nun hat der deutsche Manager einen neuen Job: Bei Powermat kümmert Heins sich nun um das drahtlose Aufladen von Akkus.

Bei Blackberry erfolglos, jetzt neuer Chef des Akku-Herstellers Powermat: Thorsten Heins. Reuters

Bei Blackberry erfolglos, jetzt neuer Chef des Akku-Herstellers Powermat: Thorsten Heins.

New YorkDer aus Deutschland stammende Ex-Chef des Smartphone-Pioniers Blackberry, Thorsten Heins, führt jetzt einen Spezialisten für das drahtlose Aufladen von Akkus. Die US-Firma Powermat stellte Heins bereits am späten Dienstag als neuen Chef vor. Das Powermat-System besteht aus einem Ring zum Aufstecken und einer Leitungsmatte, mit denen Smartphone-Akkus aufgeladen werden können.

Heins hatte bei Blackberry einen ambitionierten Wandel mit dem Wechsel zu einem neuen Betriebssystem eingeleitet. Das erste frische Smartphone-Modell mit einem großen berührungsempfindlichen Bildschirm erwies sich jedoch als teurer Flop, Blackberry stürzte in eine tiefe Krise.

Die Neuerungen von Blackberry 10

Zentrale für Nachrichten

Blackberrys sind als E-Mail-Maschinen bekannt geworden. Mit dem Betriebssystem Blackberry 10, eingeführt im Januar 2013, werden die Geräte zu multimedialen Alleskönnern: In der neuen Kommunikationszentrale – dem Blackberry Hub – sind auch Kurznachrichten, Facebook- oder LinkedIn-Meldungen, verpasste Anrufe und aktuelle Kalendereinträge zu sehen. Öffnen lässt sich die Oberfläche mit einer einzigen Geste.

Navigation ohne Knöpfe

Früher hatten praktisch alle Blackberry-Geräte Tasten – diese Zeiten sind vorbei, etliche Modelle haben nur einen Touchscreen. Deswegen hat das Unternehmen eine Navigation entwickelt, die stark auf Gesten setzt. Ein Beispiel: Das Smartphone kann mit einem Wisch vom unteren zum oberen Bildschirmrand freigegeben werden. Mit einer anderen Geste öffnet sich die Kommunikationszentrale, der Hub.

Schneller tippen auch ohne Tasten

Auch das Schreiben auf Touchscreens wird erleichtert. Zum einen erstellt die Software auf Grundlage von E-Mails oder Facebook-Nachrichten ein persönliches Wörterbuch und kennt damit häufig verwendete Begriffe. Zudem lernt das Gerät und korrigiert regelmäßige Tippfehler automatisch. Außerdem werden gleich diverse Begriffe vorgeschlagen, die der Nutzer möglicherweise eintippen will. Bis zu zwei Drittel Tastaturanschläge kann das System nach Einschätzung von Blackberry einsparen.

Privat und Dienstliches wird getrennt

Blackberry 10 richtet auf dem Gerät einen privaten und einen dienstlichen Bereich ein. Ist der Geschäftsmodus aktiviert, läuft die gesamte Kommunikation verschlüsselt über die Server des eigenen Unternehmens. Im privaten Bereich hat dagegen der Nutzer das Sagen. So sollen die Geräte einen hohen Sicherheitsstandard ermöglichen, wie ihn der Systemadministrator in der Firma fordert, aber dem Nutzer trotzdem ermöglichen, Apps zu installieren oder ins Internet zu gehen.

Mehrere Programme gleichzeitig

Blackberry 10 erlaubt Multitasking – es können also mehrere Apps gleichzeitig laufen. Mit einer Geste gelangen Nutzer zur Übersicht der aktiven Anwendungen.

Neue Funktionen dank Apps

Apps spielten bei den früheren Blackberry-Generationen kaum eine Rolle. Das hat sich mit dem Betriebssystem Blackberry 10 geändert. Allerdings ist die Auswahl bei den Konkurrenz-Systemen iOS und Android um ein Vielfaches höher. Daher erlaubt Blackberry seit dem Update auf Version 10.2 auch die Installation von Android-Apps, ohne dass Nutzer die Dateien vorher konvertieren müssen.

Virtueller Assistent

Nach Siri und Cortana kommt der Blackberry Assistent: Das Unternehmen für mit der Betriebssystemsversion 10.3 eine Software ein, die eine Sprachsteuerung des Gerätes ermöglicht.

Heins' Nachfolger John Chen versucht seit rund einem Jahr, das Geschäft mit einem Fokus auf Unternehmenskunden wieder aufzurichten. Frühere Fans will er mit Geräten mit der klassischen Blackberry-Tastatur zurückgewinnen.

Von

dpa

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