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02.12.2012

17:51 Uhr

Tic Tac Toe schimpfen für Sixt

Werbung muss laut sein - und Sch ...

Der Autovermieter Sixt setzt auf Anti-Werbung: Mit der Mädchenband Tic Tac Toe provoziert Sixt seine Kunden und auch die Konkurrenz. Es ist nicht das erste Beispiel für umgekehrte Psychologie in der Werbebranche.

Sixt neue Werbestrategie: Vom eigenen Unternehmen ein schwarzes Bild zeichnen, um Aufmerksamkeit zu erregen. dapd

Sixt neue Werbestrategie: Vom eigenen Unternehmen ein schwarzes Bild zeichnen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Düsseldorf/FrankfurtDas Rätselraten ist groß: Warum engagiert der Autovermieter Sixt mit Tic Tac Toe eine der peinlichsten deutschen Mädchenbands, damit diese minutenlang singen, „Ich find Sixt sch...“? Die Antwort kennen eigentlich nur ganz gewiefte Marketingexperten: „Es ging uns darum, Aufmerksamkeit zu erregen“, sagt Raphael Brinkert, Geschäftsführer der verantwortlichen Agentur Jung von Matt.

Dass die drei Sängerinnen - zwei von ihnen stammen aus der aufgelösten Band, die Dritte wollte nicht mitmachen und wurde gedoubelt - mit ihren schrillen Stimmen den Werbekunden beschimpfen, stört den Werber nicht sonderlich. „Erfolg durch Anti-Werbung ist aus der Kommunikationsbrille ausgesprochen interessant“, sagt Brinkert.

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„Sei du selbst!“

Nichts ist wichtiger für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens als Authentizität.

Das haben auch schon andere Marken erfolgreich vorgemacht, etwa Zalando in einem Spot, in dem ein im Schuhschrank hockender Mann die Zuschauer warnt, ihre Frauen mögen bloß nicht den Onlineladen besuchen. Oder auch Bionade mit einem Werbefilm, der zeigt, wie der Geschmack Quitte in der Marktforschung rigoros durchfällt - und dann schnurstracks ins Getränkesortiment wandert.

Mit aggressiven Kampagnen erregt der Jung-von-Matt-Kunde Sixt seit Jahren die Aufmerksamkeit der Verbraucher und versetzt die Konkurrenz in Rage. „Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen!" - mit dem Slogan warben die Münchener im Sommer für die Ausleihe eines BMW-Cabrios. Längst nicht alle Griechen konnten darüber lachen. Auch in der damaligen Bundesregierung war die Freude gering, als Sixt die Dienstwagen-Affäre um die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zum Anlass nahm, Mietwagen in Alicante zu bewerben.

„In der Werbung ist Provokation immens wichtig, um wahrgenommen zu werden", hatte Firmenchef Erich Sixt schon vor Jahren unverhohlen eingeräumt. „Immerhin hat die Marke Sixt damit einen Bekanntheitsgrad von 85 Prozent bei den Deutschen erreicht."

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

02.12.2012, 18:39 Uhr

Audiovisuell:

http://www.youtube.com/watch?v=-qwFdNXYTYU

schrumpel

02.12.2012, 20:26 Uhr

der artikel ist offensichtlich eine werbeanzeige für sixt; und der clip ist sch...

Account gelöscht!

02.12.2012, 20:44 Uhr

Oh, reicht's noch nicht mal mehr um Baumärkte zu eröffnen? Solche Werbung ist ok, man muss nur aufpassen das Image des Darstellers nicht zu übernehmen.

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