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13.01.2016

07:52 Uhr

Tipps für mehr Geduld

Wie Sie das hibbelige Kleinkind in sich überlisten

VonKerstin Dämon
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Direkt nach den Feiertagen einkaufen? Allein der Gedanke ans Schlangestehen bringt schlechte Laune. Doch Geduld lässt sich üben! Und das hilft nicht nur an der Kasse oder im Stau. So lernen Sie, Ungeduld zu überwinden.

Gut Ding will Weile haben: Geduldige Menschen haben mehr Erfolg im Leben. fotolia

Geduld

Gut Ding will Weile haben: Geduldige Menschen haben mehr Erfolg im Leben.

Machen wir ein kleines Gedankenspiel: Es ist der zweite Januar. Es ist also der erste Tag nach Neujahr, die Geschäfte haben endlich wieder geöffnet. Und es ist Samstag. Nachdem die Lebensmittelversorgung der Deutschen durch die Feiertage ohnehin schon gefährdet war – man konnte dreieinhalb Tage lang nichts kaufen! – wird es zu einem panikartigen Ansturm auf die Supermärkte und Discounter kommen.

Und jetzt stellen wir uns vor: Sie sind mitten drin. Weil Sie Butter brauchen. Oder Klopapier. Jedenfalls stehen Sie mit diesem einen Artikel, den Sie vor Weihnachten zu kaufen vergessen haben, in einer Schlange, die von der Kasse über die Käsetheke bis zurück zur Gemüseabteilung reicht.

Tipps gegen Stress

Rituale schaffen

Versuchen Sie, ein Ritual zu finden, das den Job klar von Ihrem Feierabend und vor allem dem Wochenende abgegrenzt.

Über Stress reden

Wann immer Sie wieder gestresst sind: Geteilter Stress ist halber Stress. Also reden Sie darüber.

Aufgaben ablehnen

Sagen Sie öfter Nein.

Erfolge registrieren

Nehmen Sie Ihre Erfolge wahr, nicht nur das, was schief gegangen ist.

Zufrieden sein

Lernen Sie, mit dem, was Sie erreichen, zufrieden zu sein, auch wenn es von außen keine Anerkennung gibt. Loben Sie sich also auch einfach mal selbst, und erkennen Sie Ihre Leistungen an.

Quelle

Christiane Stenger, „Lassen Sie Ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt! – Gebrauchsanweisung für Ihren Kopf“, 252 Seiten, EAN 9783593500126, ISBN 978-3-593-50012-6

Um sie herum überquellende Einkaufswagen, quengelnde Kinder und ältere Damen, die 17,95 Euro in Münzen zahlen: „Warten Sie, ich hab’s passend“. Hinzu kommen in schöner Regelmäßigkeit Menschen, die vergessen haben, die Paprika abzuwiegen und schnell nochmal zurück müssen. Und Sie stehen da und sehen Ihre Lebenszeit an einer Supermarkt-Kasse zerrinnen.

Rast Ihr Puls bei der Vorstellung? Werden Sie wütend, bekommen Sie schwitzige Hände? Es soll tatsächlich Menschen geben, die ein solches Szenario selbst in der Realität völlig kalt lässt. Die fröhlich pfeifend warten, bis sie dran sind, zahlen, einen schönen Tag wünschen und gehen. Und es gibt Menschen, die beim Gedanken an die Megaschlange oder den verspäteten Zug schreien und toben könnten. Die meisten Menschen sind ungeduldig. Warten macht keinen Spaß und schließlich hat man besseres zu tun.

Geduld ist, wie so vieles, zu einem Teil Veranlagung: Eine Form der Ausdauer, die strategische Geduld, ist uns in die Wiege gelegt. Wer strategisch geduldig ist, macht keine Ausbildung: Der studiert, statt nach der neunten Klasse die Schule zu verlassen, um sofort 400 Euro im Monat zu verdienen.

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