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14.12.2011

09:40 Uhr

Top-Gehalt

Firmen müssen mehr bieten als viel Geld

VonDavid Meiländer

Die besten Juristen sind so gefragt wie nie. Um sie anzulocken, bieten die Firmen nicht nur viel Geld – sondern auch mehr Freizeit. Bis zu 50 Tage Urlaub im Jahr bietet eine der Top-Kanzleien.

Mehr Zeit für Sport in der Freizeit: Großkanzleien werben mit mehr Freizeit  und neuen Teilzeitmodellen für die besten Juristen. ap

Mehr Zeit für Sport in der Freizeit: Großkanzleien werben mit mehr Freizeit und neuen Teilzeitmodellen für die besten Juristen.

KölnViel Geld für viel Arbeit – den Ruf haben die Wirtschaftsanwälte der internationalen Großkanzleien noch immer. Beim Einkommen zählen die Mitarbeiter renommierter Kanzleien zur Spitzengruppe unter den Akademikern. Allerdings fordern die Chefs bislang maximalen Einsatz. Kurz gesagt: Freizeit ist Luxus. Das könnte sich nun ändern.

„Im Markt für Top-Juristen erleben wir einen Paradigmenwechsel“, sagt Hellmuth Wolf, ein auf den Anwaltsmarkt spezialisierter Personalberater bei Signium International in Düsseldorf. „Finanzielle Anreize wirken immer weniger, die Bewerber suchen sich die Unternehmen aus, die das beste Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit bieten.“ Die Kanzleien müssen einiges bieten, um den Erwartungen gerecht zu werden.

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Die internationale Kanzlei Mayer-Brown mit drei deutschen Standorten will Bewerber nicht nur mit einem hohen Einstiegsgehalt, sondern auch mit ungewöhnlich viel Urlaub anlocken: Ihre Mitarbeiter dürfen jedes Jahr bis zu 50 Tage zu Hause bleiben.

In kaum einer anderen Branche sind die Top-Absolventen so stark umworben wie bei den Wirtschaftsanwälten. „Es herrscht ein Kampf um die besten Köpfe“, sagt Wolf. Denn die großen Kanzleien wollen ausschließlich Prädikatsjuristen einstellen. Nur wer seine Abschlussprüfung mindestens mit der Note „vollbefriedigend“ besteht, gehört dazu. Zuletzt schafften das bundesweit nur 17 Prozent, lediglich zehn der 11.100 Prüflinge bekamen ein „Sehr gut“.

Um die Überflieger konkurrieren die Kanzleien vor allem mit dem Staat. Wer einem Gericht vorsitzen oder Staatsanwalt werden will, der braucht das Prädikat. „Die Folge ist, dass die Bewerber sehr selbstbewusst auftreten können“, sagt Headhunter Wolf.

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