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14.01.2011

11:22 Uhr

Top-Manager von morgen

Die Generation Zukunft

VonTanja Kewes

Ein Generationswechsel in den Konzernen steht an. Es sind die Manager der zweiten und dritten Führungsebene, die ihm ein Gesicht geben werden. Es sind die unbekannten Topleute, die schon morgen über das Schicksal von Traditionsmarken und die Führung von Großbelegschaften entscheiden könnten. Das Handelsblatt stellt sie vor.

Top-Manager von morgen: Führungskräfte der zweiten und dritten Führungsebene. Quelle: dpa

Top-Manager von morgen: Führungskräfte der zweiten und dritten Führungsebene.

DÜSSELDORF. Der neue Eon-Chef hat sich beim Stromriesen Ebene für Ebene hochgearbeitet. Kaum im Amt, trennt sich Johannes Teyssen von zwei Altvorständen - und schafft so Platz für Manager aus der zweiten Reihe, der er selbst erst entsprungen war.

Der 50-Jährige steht für den Generationswechsel in den Dax-30-Konzernen und auch für strategische Personalentwicklung. Die neue Generation kommt, und sie kommt jetzt gewaltig.

2011 verspricht für Topmanager ein bewegendes Jahr zu werden. Drei neue Dax-Konzernchefs mit ambitionierten Zielen treten an: Christoph Franz (Lufthansa), Heinrich Hiesinger (Thyssen-Krupp) und Kurt Bock (BASF). Zudem könnten die Chefsessel von RWE und Metro frei werden. Headhunter wie Christoph Trah von Interconsilium sind "sehr optimistisch", dass sich das Personalkarussell wieder beschleunigt dreht: "Die defensive Phase der Krise ist vorbei!"

Nun schauen Headhunter, Aktionäre, aber auch die Öffentlichkeit verstärkt auf unbekannte Topleute, die schon morgen über das Schicksal von Traditionsmarken und die Führung von Großbelegschaften entscheiden könnten. Alle fragen sich: Wer gehört zur Generation Zukunft?

In wochenlanger Recherchearbeit mit einer Vielzahl von Gesprächen mit Beratern und Vorstandsmitgliedern hat die Handelsblatt-Redaktion die 100 Hoffnungsträger der zweiten und dritten Managementebene identifiziert und stellt sie ab heute in einer Serie vor.

Der Faktor Mensch, das haben die deutschen Unternehmen erkannt, ist zu wichtig, als dass man ihn ausgliedern könnte. Die Produktion wird nach Osteuropa verlagert, die Call-Center in die Türkei, die Entwicklungsarbeit vergibt man an ein eigenständiges Unternehmen. Die Chefriege aber wird in der Regel im eigenen Unternehmen geformt, am besten im In- und Ausland. Denn die Generation Zukunft ist das Wertvollste, was ein modernes Unternehmen seinen Aktionären und Mitarbeitern zu bieten hat.

"Die meisten deutschen Konzerne haben verstanden, dass sie ihr Personal systematisch finden und entwickeln müssen", sagt Headhunter Christoph Zeiss von Heads. Und Christoph Trah von Interconsilium fügt hinzu: "Führungskräfteentwicklung und Leadershipprogramme haben Konjunktur. Die Vorstandschefs selbst beschäftigen sich mit strategischer Managementplanung."

Denn Anleger wie Investoren schauen, bevor sie Anteile von Unternehmen kaufen, nicht mehr ausschließlich auf Aufträge und Lagerbestände, sondern vor allem auf den Kopf des Unternehmens. Hat er das Zeug zu führen? Besitzt er internationales Format? Kann man ihm vertrauen, auch in unruhiger Zeit das Unternehmen zu steuern?

Die neue Handelsblatt-Serie "Generation Zukunft" stellt die wichtigsten 100 Nachwuchstalente der deutschen Wirtschaft vor. In unzähligen Gesprächen mit Unternehmensberatern, Personalentwicklern und Vorstandsmitgliedern wurden die Führungspersönlichkeiten der zweiten und dritten Führungsebene - also die Mitarbeiter unterhalb des Zentralvorstands - gesichtet, bewertet und nunmehr den Leserinnen und Lesern präsentiert.

Kommentare (4)

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Ist das was dran?

14.01.2011, 12:30 Uhr

Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.

Margrit Steer

14.01.2011, 14:31 Uhr

Naja, mal abwarten. Der Artikel ist ein bißchen viel Lobhudelei.
Dass die Führungskräfte auch im betrieb ausgebildet werden und herangezogen werden, ist einerseits gut, andererseits schlecht.
Man sollte den obersten Chef eigentlich nie aus dem eigenen Unternehmen rekrutieren, solche Leute sind zu vorbelastet.
Vorher mein Arbeitskollege, jettz plötzlich mein Chef? Das ist nicht so ganz doll.
Und dann die heute 50jährigen? Das sind so die, die im Windschatten der 68er groß wurden, eine Generation die wenig Sinn für ein Miteinander hat, sondern nur das eigene Wohlwollen im blick hat.
Und die Lobhudelei über Frauen? Frauen sind nicht unbedingt die besseren Vorgesetzten,eher im Gegenteil. Hinterlistig, zickig und meist ziemlich intrigant. ich hatte immer lieber mit vielen Männern zu tun, da fällt auch mal ein hartes Wort, damit muß man umgehen, aber die Fronten sind klarer.
Wenn allerdings diese Nachfolgegeneration sich mal wieder ein wenig mehr auf das eigene Land besinnt, wäre es von Vorteil.
Werden sie aber wohl nicht tun.
Dazu brauchen wir in deutschen Unternehmen auch nicht unbedingt einen "schwarzen" Vorstand, wie das Hb suggeriert.
Und vielleicht machen diese neuen "Herren" ja mal das viele Aoutourcing wieder rückgängig, denn zum Wohle der Firma und des Landes war und ist dies nicht.
Wirtschaft ist für den Menschen und das Land da, nicht der Mensch für die Wirtschaft.
Dies muß mal wieder bedacht werden.
Und das Wort Globalisierung geriert sich mittlerweile zum Schimpfwort und vor allem wird es bei uns als Drohung benutzt.
Alles was hier schief läuft, wird mit Globalisierung entschuldigt, damit soll der dumme bürger ruhig gestellt werden.
im übrigen ist Globalisierung ja nicht neu, die gab es chon vor dem 2. WK.
Schon damals hatten gute namhafte deutsche Unternehmen ihre Dependancen im Ausland bis hin nach China. Aber nicht auf Kosgten der heimischen Arbeiter, sondern als ganz normale Geschäftsbeziehung.
Es herrsche ja auch noch nicht die Gier.

Jolly Rogers

14.01.2011, 14:41 Uhr

So, das Gerücht, dass Ecki Cordes bei Metro auf der Kippe steht, scheint sich doch hartnäckig zu halten.

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