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08.03.2017

18:41 Uhr

Tourismus 2017

Akropolis statt Antalya

Die Reiseveranstalter hatten auf ein ruhigeres Jahr gehofft. Doch Terror und politische Unsicherheit verunsichern die Urlauber weiter. Die Reiseveranstalter hoffen jedoch, dass die Türkei bald ein Comeback feiern kann.

Noch vor zwei Jahren reisten 5,6 Millionen Deutsche in das Land– letztes Jahr waren es nur rund vier Millionen. dpa

Türkei-Stand auf der ITB

Noch vor zwei Jahren reisten 5,6 Millionen Deutsche in das Land– letztes Jahr waren es nur rund vier Millionen.

BerlinAm liebsten würde die Reisebranche nur mit schönen Urlaubswelten werben. Doch Terroranschläge, politische Unsicherheit und Flüchtlingsrouten durch Europa haben die touristische Landkarte dramatisch verändert. Auch 2017 meiden Touristen ganze Regionen. Die Sicherheit bleibt das große Thema, wenn es um den Urlaub geht.

Dabei ist es ist nicht so, dass den Menschen in Deutschland die Reiselust vergangen wäre: Im Krisenjahr 2016 gaben sie laut FUR-Reiseanalyse soviel für Urlaub aus wie noch nie. Und in diesem Jahr wollen 69 Prozent sicher oder wahrscheinlich verreisen. Doch während die spanischen Playas voll sind, hoffen türkische Hoteliers verzweifelt auf die Gästezahlen von früher. Bislang vergeblich.

Alle Studien der letzten Zeit zeigen: Sicherheit ist den Urlaubern wichtig. Jeder dritte Bundesbürger sagte in einer Yougov-Umfrage für das Portal Holidaycheck, Terroranschläge und politische Unruhen beeinflussen die Wahl des Sommerreiseziels. Gut jeder Vierte hat schon einmal bewusst ein sicheres Reiseziel gewählt, und 45 Prozent wollen es nun tun, ermittelte Norstat für das Portal Travelzoo.

Noch vor zwei Jahren reisten 5,6 Millionen Deutsche in die Türkei – letztes Jahr waren es nur rund vier Millionen. Heute sagt Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverbands: „Im deutschen Ferienmarkt fehlt die Türkei.“ Dabei fänden gerade Familien so ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an anderer Stelle nicht so leicht.

Der Terror verkleinert für viele also die Auswahl. „Die Türkei muss zurückkommen“, hofft Fiebig. So wie etwa Griechenland, das aktuell zu den Gewinnern der Sommersaison zählt. In dem Land hatte in der Vergangenheit vor allem die Flüchtlingskrise für negativen Schlagzeilen gesorgt.

Oft erholen sich auch von Anschlägen betroffene Destinationen schnell. Während Istanbul als Städtereiseziel aktuell praktisch ausfällt, kommt Frankreich nach dem Anschlag von Nizza wieder zurück. „Aktuell verzeichnet Frankreich ein hohes zweistelliges Buchungsplus für den Sommer 2017“, sagt Tui-Sprecherin Anja Braun. Auch Krisenland Ägypten wird den deutschen Veranstaltern zufolge wieder stärker gebucht.

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