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01.10.2015

17:36 Uhr

Trotz Altersgrenze

Daimler-Aufsichtsratschef soll bleiben

Eigentlich ist er ein Jahr zu alt. Doch das Kontrollgremium des Autokonzerns Daimler setzt sich über die Geschäftsordnung hinweg – und lässt den 73-jährigen Manfred Bischoff erneut als Aufsichtsratschef wählen.

Eigentlich sollen Daimler-Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Wahl nicht älter als 72 sein, so eine Empfehlung der Geschäftsordnung. Bischoff ist 73 Jahre alt. dapd

Altersgrenze überschritten

Eigentlich sollen Daimler-Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Wahl nicht älter als 72 sein, so eine Empfehlung der Geschäftsordnung. Bischoff ist 73 Jahre alt.

StuttgartDer Autokonzern Daimler will seinen Aufsichtsratschef ein weiteres Mal ins Amt wählen lassen, obwohl er die empfohlene Altersgrenze bereits überschreitet. Das Kontrollgremium werde den 73 Jahre alten Manfred Bischoff bei der Hauptversammlung im April für eine neue Amtszeit vorschlagen, wie Daimler am Donnerstag mitteilte. Den Posten als Chefaufseher soll er behalten.

Der Wahlvorschlag kollidiert mit einer Empfehlung in der Geschäftsordnung für den Daimler-Aufsichtsrat. Dort heißt es: Für eine volle Amtszeit im Aufsichtsrat sollen „in der Regel“ nur Kandidaten vorgeschlagen werden, die bei der Wahl nicht älter als 72 Jahre sind.

Die erneute Wahl Bischoffs in das Gremium wäre gut zwei Wochen vor seinem 74. Geburtstag. Auf die Frage, für welchen Zeitraum Bischoff wiedergewählt werden soll, sagte ein Daimler-Sprecher lediglich, dass Aufsichtsräte in der Regel für fünf Jahre gewählt werden. Bischoff ist seit 2007 Aufsichtsratschef bei Daimler. Von 1995 bis 2004 saß er im Vorstand des Autobauers.

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dpa

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