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25.01.2010

11:03 Uhr

Trotz Ermittlungen

LBBW-Vorstände bleiben länger im Amt

VonMartin-W. Buchenau

Gute Nachrichten für Bernhard Walter, Hans-Joachim Strüder und Joachim Schielke: Obwohl die Staatsanwaltschaft gegen die Vorstände der größten deutschen Landesbank LBBW wegen Untreue ermittelt, können sie auf ihren Posten bleiben. Überraschend hat die LBBW die Verträge um ein Jahr verlängert. Mittelfristig soll der Vorstand aber verkleinert werden.

Die Verträge von Bernhard Walter und zwei weiteren Vorständen der LBBW werden um ein Jahr verlängert. dpa

Die Verträge von Bernhard Walter und zwei weiteren Vorständen der LBBW werden um ein Jahr verlängert.

STUTTGART. Anders als in Bankenkreisen erwartet, will die größte deutsche Landesbank LBBW die Verträge mit den drei Vorständen Bernhard Walter, Hans-Joachim Strüder und Joachim Schielke verlängern. Und das, obwohl gegen alle Vorstände der Bank – außer gegen den neuen Vorstandschef Hans-Jörg Vetter – die Staatsanwaltschaft wegen Untreue ermittelt. Angeblich sollen die Verträge aber nur um ein Jahr verlängert werden.

Besonders eine Vertragsverlängerung für Walter wäre überraschend. Schließlich ist er für das Risikomanagement des Instituts zuständig, dass sich in der Finanzkrise mit Kreditersatzgeschäften und Derivaten verspekuliert hat und nur durch eine Finanzspritze der Eigentümer Land Baden-Württemberg, Stadt Stuttgart und der Sparkassen in Höhe von fünf Milliarden Euro überleben konnte.

Es gebe Gründe dafür, die Verträge der drei Vorstände jetzt zu verlängern, sagte der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Landesbank ist. Wenn die Bank jedoch wieder „in ruhigeres Fahrwasser“ komme, müsse der Vorstand verkleinert werden. Die LBBW hatte das als mittelfristiges Ziel angekündigt. Ein Rausschmiss würde aber als Schuldeingeständnis angesehen, heißt es in Branchenkreisen.

Kommentare (1)

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Weltenbummlerin

01.02.2010, 09:25 Uhr

Die banker und vor allem die Politiker haben aus der Krise nichts gelernt. Unfähige Manager werden weiter belohnt auf Kosten des Steuerzahlers. Man sollte endlich auch einmal die Taschen der Politiker durchleuchten. Aber die entziehen sich der Maßnahme aus gutem Grund. Denn damit würde auch das politische Kasino geschlossen. Wann wacht endlich einmal der Steuerzahler auf und jagt dieses Pack zum Teufel?

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