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26.03.2014

12:23 Uhr

Trotz Gewinn

Keine höhere Dividende für Conwert-Aktionäre

2012 hatten die Aktionäre von Conwert keine reguläre Dividende erhalten, und auch 2013 bekommen sie nicht so viel, wie ihnen einmal versprochen wurde. Dabei macht der Immobilienkonzern eigentlich wieder Gewinn.

Conwert-Zentrale in Wien: Integration der neu übernommenen Wohnungen in Deutschland abschließen. Reuters

Conwert-Zentrale in Wien: Integration der neu übernommenen Wohnungen in Deutschland abschließen.

WienDie Aktionäre der Wohnimmobilienfirma Conwert sollen trotz der Rückkehr in die Gewinnzone weniger Dividende bekommen. Der Konzern wolle für das vergangene Jahr wegen einer höheren Steuerbelastung lediglich 10 Cent je Papier an seine Eigentümer ausschütten, teilte Conwert in der Nacht zu Mittwoch mit. Ursprünglich hatte die Firma eine Dividende von mindestens 20 Cent versprochen. Für 2012 hatten die Aktionäre wegen eines hohen Verlusts keine reguläre Dividende erhalten - jedoch eine steuerbegünstigte Sonderausschüttung von 15 Cent je Aktie.

Im vergangenen Jahr stieg der Vorsteuergewinn dank höherer Mieteinnahmen und gewinnträchtiger Immobilienverkäufe auf 48,7 Millionen. Im Jahr davor war das Unternehmen wegen einer massiven Abwertung seines Portfolios mit einem Minus von 155 Millionen Euro vor Steuern in die roten Zahlen gerutscht.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Im laufenden Jahr wolle Conwert die Integration der neu übernommenen Wohnungen in Deutschland abschließen, erklärte die Firma. Das österreichische Unternehmen hatte den Hamburger Wohnungskonzern KWG und zusätzlich gut 4000 Wohnungen vom US-Konzern General Electric in Berlin, Leipzig und Nordrhein-Westfalen übernommen. Zudem plant die Firma Immobilienverkäufe im Umfang von 150 bis 200 Millionen Euro nach gut 270 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Geschicke der Firma überwacht künftig nicht mehr der Verwaltungsratsvorsitzende Johannes Meran. Er verlasse das Unternehmen bereits am Mittwoch und nicht wie zuvor angekündigt mit der Hauptversammlung am 7. Mai.

Von

rtr

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