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22.01.2015

02:42 Uhr

Trotz guter Geschäfte

American Express baut um - und Stellen ab

Mit seiner Bilanz für das vierte Quartal übertrifft American Express die Erwartungen. Das Kreditkartenunternehmen profitiert von der Kauflaune der Amerikaner. Trotzdem sollen Tausende Jobs wegfallen.

US-Kunden haben die Kreditkarten von American Express abermals zum Glühen gebracht. ap

US-Kunden haben die Kreditkarten von American Express abermals zum Glühen gebracht.

New York/BangaloreAmerican Express will laut US-Medienberichten Tausende Stellen abbauen. Mehr als 4000 Jobs sollten in diesem Jahr gestrichen werden, bestätigte das Unternehmen dem Sender CNBC. Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Der Stellenabbau solle Teil eines Konzernumbaus sein, hieß es.

Der Personalabbau finde in diesem Jahr statt, sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP. Die Stellenstreichungen würden rund sechs Prozent der Belegschaft des Kreditkartenanbieters ausmachen. Das in New York ansässige Unternehmen teilte mit, die Kürzungen seien Teil eines firmenweiten Strebens nach einer Effizienzsteigerung.

Der Stellenabbau werde binnen eines Jahres in den USA und im Ausland vollzogen, sagte Finanzchef Jeff Campbell am Mittwoch. Allerdings sollen auch einige neue Arbeitsplätze entstehen.

American Express hat derzeit fast 63.000 Mitarbeiter. Der Kreditkartenanbieter hatte zuletzt im Jahr 2013 massive Stellenstreichungen vorgenommen. Damals wurden 5400 Stellen gestrichen, hauptsächlich im Reisegeschäft des Unternehmens.

Bessere Quartalszahlen als erwartet

Kurz vor der Mitteilung über den Stellenabbau hatte American Express am Mittwoch seine Bilanz für das vierte Quartal veröffentlicht - die Firma machte zum Jahresende bessere Geschäfte als erwartet: Die Kauflaune der US-Verbraucher ließ den Nettogewinn im vierten Quartal im Jahresvergleich um elf Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) steigen.

Die Erträge - die gesamten Einnahmen - kletterten um sieben Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse fielen etwas besser aus als von Analysten erwartet. Die Aktie geriet nachbörslich dennoch mit mehr als zwei Prozent ins Minus.

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Im vierten Quartal fiel durch den geplanten Stellenabbau eine Belastung in Höhe von 313 Millionen Dollar vor Steuern an, wie der Visa - und Mastercard -Konkurrent mitteilte. Gleichzeitig strich das Unternehmen aber durch den Verkauf seiner Beteiligung an dem Software-Anbieter Concur Technologies, der an den deutschen Technologiekonzern SAP geht, auch 719 Millionen Dollar vor Steuern ein.

American Express gehört zusammen mit Visa und Mastercard zu den drei großen Kreditkarten-Anbietern. Im Unterschied zur Konkurrenz vergibt American Express auch den eigentlichen Kredit. Die Wettbewerber sind Dienstleister vor allem der Banken und leben von den Gebühren, die bei jeder Zahlung mit ihren Karten anfallen.

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