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21.01.2009

13:11 Uhr

Trotz Steueraffäre

Zumwinkel erhält Millionen von der Post

Klaus Zumwinkel hat seinen Posten bei der Deutschen Post nicht gerade rühmlich verlassen. Der ehemalige Post-Chef steht bald wegen Verdacht auf Steuerhinterziehung vor Gericht. Trotzdem bekommt er von der Deutschen Post eine Pension in Millionenhöhe.

Klaus Zumwinkel hat wegen Verdacht auf Steuerhinterziehung den Chefsessel bei der Deutschen Post verlassen. Foto: ap. ap

Klaus Zumwinkel hat wegen Verdacht auf Steuerhinterziehung den Chefsessel bei der Deutschen Post verlassen. Foto: ap.

HB BONN. Als früherer Post-Vorstandschef erhält Klaus Zumwinkel ungeachtet seines unrühmlichen Abgangs eine jährliche Pension in Millionenhöhe. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Deutschen Post hervor. Danach erhielt Zumwinkel im Jahr 2007 (Berechnungsgrundlage) ein Grundgehalt von 1,5 Millionen Euro. Davon stehen ihm 75 Prozent als Pension zu - das macht rund 1,12 Millionen Euro jährlich allein aufgrund der Vorstandstätigkeit bei der Post. Das Jahresgehalt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt bei rund 250 000 Euro.

Neben dem Grundgehalt erhielt Zumwinkel als Post-Chef in den vergangenen Jahren noch Bonuszahlungen und Aktienoptionen oder sogenannte Aktien-Wertsteigerungsrechte. Im Jahr 2007 kam Zumwinkel damit auf insgesamt 4,3 Millionen Euro. Nach dem Vorwurf der Steuerhinterziehung und seinem Rücktritt als Vorstandschef im Februar 2008 verzichtete Zumwinkel nach Angaben der Post selbst auf weiteres Gehalt in Höhe von deutlich mehr als einer Million Euro, das ihm bei Erfüllung seines Vertrags (bis November 2008) zugestanden hätte. Eine Abfindung habe nicht zur Debatte gestanden.

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