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30.03.2017

13:09 Uhr

Türkei

Booking.com wehrt sich gegen Vermittlungsstopp

Wegen „unfairen Wettbewerbs“ hat ein Istanbuler Gericht die Einstellung der Aktivitäten von Booking.com in der Türkei verfügt. Das Hotelbuchungsportal will dagegen vorgehen, respektiert die Entscheidung aber vorläufig.

Türkische Hoteliers hatten sich über die aus ihrer Sicht hohen Vermittlungsgebühren von Booking.com beklagt. dpa

Online-Buchungsportal Booking.com

Türkische Hoteliers hatten sich über die aus ihrer Sicht hohen Vermittlungsgebühren von Booking.com beklagt.

IstanbulDas Hotelbuchungsportal Booking.com hat rechtliche Schritte gegen den gerichtlich angeordneten Stopp von Vermittlungen von Hotels und Unterkünften in der Türkei angekündigt. Zugleich teilte Booking.com mit, den Beschluss eines Istanbuler Gerichts bis zum Ausgang des Verfahrens zu respektieren. Über die App und die Webseite des Portals waren am Donnerstag aus der Türkei heraus keine Unterkünfte im Land mehr zu buchen. Hotels außerhalb des Landes waren aber weiterhin im Angebot. Auch konnten aus dem Ausland heraus über Booking.com weiterhin Unterkünfte in der Türkei gebucht werden.

Ein Gericht hatte zuvor die Einstellung der Aktivitäten von Booking.com in der Türkei angeordnet – nach Angaben der Vereinigung türkischer Reisebüros (TÜRSAB) wegen „unfairen Wettbewerbs“. Das Hotelbuchungsportal teilte nun mit: „Wir widersprechen der einstweiligen Verfügung und legen momentan Berufung ein. Booking.com verhält sich immer konform zu den lokalen Richtlinien.“ Weiter hieß es: „Wir haben großes Vertrauen in einen positiven Ausgang und hoffen, dass unsere türkischen Kunden bald in der Lage sind, unsere Leistungen für ihre Inlandsreisen in Anspruch zu nehmen.“

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Türkische Hoteliers hatten sich über die aus ihrer Sicht hohen Vermittlungsgebühren von Booking.com beklagt. TÜRSAB hatte 2015 Klage gegen das 1996 in den Niederlanden gegründete Portal eingereicht. Die wichtige Tourismusbranche in der Türkei ist in einer schweren Krise. Wegen zahlreicher Terroranschläge und der angespannten politischen Lage im Land ist die Zahl der ausländischen Urlauber eingebrochen.

Von

dpa

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