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27.08.2015

19:56 Uhr

Uber in China

Investoren geben eine Milliarde Dollar

Im Rennen mit dem chinesischen Konkurrenten Didi Kuaidi bekommt Uber Unterstützung: Eine Milliarde Dollar hat der Fahrdienstleister für seine chinesische Tochter eingesammelt. Wermutstropfen: Die Konkurrenz bekam zwei.

Die eingesammelte Milliarde dürfte gut gebrauchen: Derzeit muss sich Uber gegen den chinesischen Konkurrenten Didi Kuaidi durchsetzen. dpa

Uber in Hong Kong

Die eingesammelte Milliarde dürfte gut gebrauchen: Derzeit muss sich Uber gegen den chinesischen Konkurrenten Didi Kuaidi durchsetzen.

Peking/ShanghaiDer Mitfahrdienst Uber hat Insidern zufolge bei einer Finanzierungsrunde in China eine Milliarde Dollar eingenommen. Zwei mit der Sache vertraute Personen sagten Reuters, die Verhandlungen seien vorzeitig abgeschlossen worden. Einer der Insider nannte unter anderem als Investoren den größten Hedgefonds Asiens, Hillhouse Capital, sowie den Internet-Konzern Baidu.

Eine Sprecherin von Uber China nahm zu den Informationen nicht Stellung. Reuters hatte in der vergangenen Woche Einblick in Unterlagen zu der Finanzierungsrunde erhalten, denen zufolge die chinesische Tochter des US-Unternehmens mit sieben Milliarden Dollar bewertet wird.

Uber China dürfte die nun aufgestockte Kasse gut für seinen Kampf gegen den einheimischen Dienst Didi Kuaidi gebrauchen können. Dieser hatte im vergangenen Monat zwei Milliarden Dollar eingestrichen. Im Ringen um Marktanteile geben beide Unternehmen in China mit vollen Händen Geld aus, um die Kosten für die Nutzer zu senken und die Einnahmen ihrer Fahrer zu erhöhen. Uber China plant einen Börsengang im Jahr 2020.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

Von

rtr

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