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16.06.2017

12:58 Uhr

Uber

Vergewaltigungsopfer klagt erneut gegen Fahrdienstleister

Uber will die Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne blicken. Doch nun holt ein Skandal den Fahrdienst-Vermittler ein. Eine 2014 von einem Uber-Fahrer vergewaltige Frau klagt erneut gegen die Firma.

Der Fahrdienstleister Uber wurde erneut von einer Frau aus Indien verklagt. Sie soll 2014 vergewaltigt worden sein. AP

Uber

Der Fahrdienstleister Uber wurde erneut von einer Frau aus Indien verklagt. Sie soll 2014 vergewaltigt worden sein.

San FranciscoDie von einem Uber-Fahrer in Neu-Delhi 2014 vergewaltigte Frau zieht erneut gegen den Fahrdienst-Vermittler vor Gericht. Die Klage in Kalifornien folgt auf die Enthüllung, dass Manager von Uber sich illegal die Unterlagen zu ihrer medizinischen Untersuchung nach der Vergewaltigung beschafft haben. Damit sollen sie der Theorie nachgegangen sein, dass der lokale Rivale Ola den Skandal um das Verbrechen angeheizt haben könnte, wie unter anderem der Finanzdienst Bloomberg berichtete. Nach der Vergewaltigung war der Betrieb von Fahrdiensten in Indien zeitweise ausgesetzt worden.

Die Vorgehensweise des Uber-Managements im dem Fall war vor kurzem im Zuge der Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung bei dem Fahrdienst-Vermittler in die Schlagzeilen gekommen. Der für Asien zuständigen Manager Eric Alexander, der die medizinischen Unterlagen besorgt haben soll, und sein Vorgesetzter Emil Michael arbeiten seit kurzem nicht mehr bei Uber. Das Opfer verklagte neben Uber auch die beiden sowie Firmenchef Travis Kalanick persönlich. Laut Medienberichten sollen die Manager in Gesprächen auch angezweifelt haben, ob die Frau überhaupt vergewaltigt worden sei.

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Uber-Chef Travis Kalanick zieht sich für unbestimmte Zeit zurück. Das kündigte der 40-Jährige in einer E-Mail an die Mitarbeiter an. Kalanick war zuletzt wegen einer tiefgreifenden Untersuchung massiv unter Druck geraten.

Der Vergewaltiger war 2015 in Indien verurteilt worden. Eine erste Klage der Frau gegen Uber wegen des Übergriffs wurde mit einem Vergleich beigelegt, nach Bloomberg-Informationen mit einer Zahlung von drei Millionen Dollar. Uber hatte diese Woche Schritte für eine bessere Unternehmensführung und mehr Transparenz angekündigt, Kalanick nahm eine unbefristete Auszeit. Er solle einen Teil seiner Vollmachten an andere Manager abgeben.

Von

dpa

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