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08.06.2016

15:03 Uhr

Udacity

Bertelsmann-Bildungsableger liebäugelt mit Börsengang

Udacity bietet für Studenten und Berufstätige Online-Kurse zu Technologiethemen an. Zu den Partnern zählen unter anderem Google und Facebook. Jetzt will der Bertelsmann-Ableger an die Börse.

„Letztlich wollen wir an die Börse gehen.“ dpa

Sebastian Thrun

„Letztlich wollen wir an die Börse gehen.“

BerlinDer Bertelsmann -Bildungsableger Udacity will sich langfristig einem breiteren Anlegerkreis öffnen. „Letztlich wollen wir an die Börse gehen. Das ist das Ziel“, sagte der Chef und Gründer des Onlinekurs-Anbieters, Sebastian Thrun, der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview. Wichtiger sei es zunächst jedoch, sich einen Namen zu machen. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit mehr als mit einer Milliarde Dollar bewertete, habe Udacity genug Geld für die Investitionen in den kommenden drei Jahren.

Das 2011 gegründete US-Unternehmen expandiert nach seinem Markteintritt in Indien und China nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Visier hat Udacity hier vor allem Fachkräfte in den Branchen Automobil, Finanzen und Informationstechnologie.

Udacity bietet für Studenten und Berufstätige Online-Kurse zu Technologiethemen an, darunter Fortbildungen für Software-Programmierung und App-Entwicklung. Zu den Partnern zählen Google und Facebook, deren Fachkräfte in Udacity-Kursen geschult werden. „Momentan sind wir im Nischenmarkt Technologie aktiv, aber wir werden das in Zukunft weiter ausbreiten“, sagte Thrun, der selbst zu den Google-Vordenkern zählt.

Udacity ist ein Hoffnungsträger des Medienkonzerns Bertelsmann, der einen nicht näher bezifferten, prozentual zweistelligen Anteil hält und damit größter strategischer Partner ist. Daneben sind auch Finanzinvestoren beteiligt.

Im wachsenden Bildungsgeschäft des deutschen Konzerns, das zuletzt in den Rang einer eigenen Sparte erhoben wurde, ist Udacity eine der wichtigsten Beteiligungen. „Mit Udacity verbindet uns das gemeinsame Ziel, den hohen Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften für die Industrie 4.0 abzudecken“, erklärte Bertelsmann-Spartenchef Kay Krafft.

Von

rtr

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