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22.11.2013

01:04 Uhr

Übernahme

Klage im Streit um Röhn-Verkauf

Mit einem Gerichtsverfahren will ein Konkurrent den Verkauf der meisten Röhn-Krankenhäuser an Fresenius aufhalten. Röhn jedoch zeigt sich davon gänzlich unbeeindruckt.

Zentrale von Fresenius in Bad Homburg: Der Klinikkonzern übernimmt einen Teil des Rivalen Rhön. dpa

Zentrale von Fresenius in Bad Homburg: Der Klinikkonzern übernimmt einen Teil des Rivalen Rhön.

BerlinIm Streit um den Verkauf des Großteils der Röhn-Krankenhäuser an die Helios-Tochter des Bad Homburger Fresenius-Konzerns hat das Medizintechnikunternehmen B. Braun Melsungen Klage eingereicht. Das gab die Rhön-Klinikum AG am Donnerstagabend in einer Pflichtmitteilung bekannt.

Die Klage sei darauf gerichtet festzustellen, dass der Anteilskaufvertrag nichtig sei oder erst nach Zustimmung der Gesellschaft mit einer Mehrheit von mehr als 90 Prozent vollzogen werden dürfe. Ferner solle Röhn jegliche Maßnahmen zum Vollzug der Transaktion unterlassen.

Aus Sicht von Röhn besteht jedoch keine Zuständigkeit der Hauptversammlung. Der Kaufvertrag sei daher rechtmäßig und wirksam. Die Klage habe keine aufschiebende Wirkung. Die Gesellschaft werde sich dagegen verteidigen und gehe unverändert von einem erfolgreichen Abschluss der Transaktion aus.

Der Rhön-Anteilseigner Asklepios wollte sich nicht dazu äußern. B. Braun war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der Rhön-Aufsichtsratschef Eugen Münch teilte mit, die Klage könne keinen Erfolg haben. Er habe an der Rechtmäßigkeit der Transaktion keinerlei Zweifel.

Überraschungscoup von Fresenius - Dax unverändert

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Fresenius will für gut drei Milliarden Euro 43 Krankenhäuser von Rhön erwerben. Die Übernahme würde die Fresenius-Kliniktochter Helios zum unangefochtenen Marktführer in Deutschland machen. Rhön will sich nach der Zerschlagung neu ausrichten und sich künftig auf wenige Krankenhäuser konzentrieren, darunter die Uni-Klinik Gießen und Marburg.

Fresenius, Asklepios und B. Braun sind alle am Konkurrenten Rhön beteiligt. Erst kürzlich hatten sie erklärt, sie wollten ihre Streitigkeiten beilegen. Fresenius-Chef Ulf Schneider habe Gespräche mit Asklepios, B. Braun und Rhön aufgenommen, um den seit Jahren währenden Konflikt am deutschen Krankenhausmarkt zu beenden, sagte ein Sprecher des Gesundheitskonzerns. „Wir versuchen eine Situation zu schaffen, wo man auch zukünftig im Markt miteinander agiert und nicht gegeneinander. Wir haben ein Interesse daran, dass alle Beteiligten vernünftig miteinander umgehen.“ Dieses Bemühen scheint nunmehr obsolet zu sein.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

22.11.2013, 08:47 Uhr

Nur ein kleiner Hinweis - "Rhön" ist in der Überschrift und im ersten Absatz mehrfach falsch geschrieben, das "h" kommt direkt nach dem "R". Der Name ist analog zum Mittelgebirge Rhön, siehe www.rhoen.de und www.rhoentourist.de

Account gelöscht!

22.11.2013, 08:50 Uhr

Nur ein kleiner Hinweis: "Rhön" wurde in der Überschrift und im ersten Absatz mehrfach falsch geschrieben. Der Name kommt vom Mittelgebirge Rhön (siehe www.rhoen.de oder www.rhoentourist.de)und das "h" kommt direkt nach dem "R".

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