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20.11.2013

12:11 Uhr

Umfrage

Jeder Dritte schickt Online-Bestellung zurück

Jeder Dritte denkt laut einer Umfrage bereits bei einer Bestellung im Internet daran, die Ware wieder zurückzusenden. Würden Shops jedoch eine Gebühr verlangen, würden 39 Prozent zu einem anderen Anbieter wechseln.

Laut PwC wird es dem Online-Handel schwer gelingen, eine Kostenbeteiligung der Verbraucher durchzusetzen. dpa

Laut PwC wird es dem Online-Handel schwer gelingen, eine Kostenbeteiligung der Verbraucher durchzusetzen.

Frankfurt/MainBeim Einkauf im Internet plant etwa jeder dritte Kunde bereits bei der Bestellung, die Ware wieder zurückzusenden. Das hat eine am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichte Umfrage der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCooper (PwC) ergeben. Die für die Kunden kostenfreien Rücksendungen seien zu einem erheblichen Faktor für die Online-Händler geworden. Ab Juni 2014 ist es ihnen auch bei einem Warenwert über 40 Euro möglich, eine pauschale Rücksendegebühr zu erheben.

Gleichwohl werde es dem Online-Handel schwerlich gelingen, eine Kostenbeteiligung der Verbraucher komplett durchzusetzen, meinen die Berater. Die Kunden reagierten sehr sensibel auf das Thema und würden bei einer grundsätzlich kostenpflichtigen Rückgabe weniger bestellen (50 Prozent) und wieder mehr beim lokalen Handel kaufen. Ein weiteres Fünftel würde gar nicht mehr im Internet bestellen. Verlangten nur einige Online-Shops eine Gebühr, würden 39 Prozent der Befragten zu einem anderen, gebührenfreien Anbieter wechseln, lautet ein weiteres Ergebnis der Umfrage mit 1000 Beteiligten.

Was Paketlogistik im E-Commerce-Zeitalter leisten muss

Packstation

Ende 2001 wurden in Dortmund und Mainz die ersten Packstationen in Betrieb genommen, heute stehen mehr als 2.500 dieser Automaten in ganz Deutschland den Kunden von DHL zur Verfügung. An sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr können sie hier ihre Pakete abholen. Insbesondere für Berufstätige ist die Zustellung an eine Packstation eine sinnvolle Alternative zur Heimzustellung.

Online-Retoure

Für den Betreiber fällt damit die kostenintensive und wenig umweltfreundliche Produktion vieler ungenutzter Retouren-Label weg. Der Käufer muss nicht wie bisher üblich diese Label lange aufbewahren, sondern kann sie bei Bedarf zuhause ausdrucken. Der Shop-Betreiber wiederum hat die Möglichkeit zu wissen, welche Retouren überhaupt zu ihm unterwegs sind – und kann sie bereits für den Wiederverkauf einplanen, wenn sie noch gar nicht wieder bei ihm angekommen sind. Das erhöht die Umlaufgeschwindigkeit der Ware und verringert die Kapitalbindung.

Wunschzustellung

Registrierte DHL-Kunden können bei der Bestellung ihrem Händler ihre DHL-Kundennummer angeben. Sie werden dann von DHL per SMS kostenlos über den voraussichtlichen Zustelltag informiert. Ebenfalls per SMS kann der Kunde antworten und, für einen geringen Preisaufschlag, einen anderen Zustelltag vereinbaren und damit selbst bestimmen, wann er sein Paket empfangen möchte.

Internationale Retouren

Dank dieses vollständig webbasierten Verfahrens können Kunden die Sendungen bei allen Filialen der Postgesellschaften im Zielland zurückgeben. Den Online-Händlern stehen dabei drei unterschiedliche Varianten zur Verfügung, von einer Online-Buchungsmaske mit Link zum Retouren-Label bis zur Vollintegration in den eigenen Webauftritt.

Angebote für Shop-Betreiber

Vom Aufbau eines Web-Shops über die logistische Abwicklung und Lagerhaltung bis hin zum Kunden- und Debitoren-Management reichen die Fulfillment-Lösungen, die DHL für Versandhändler offeriert. Damit kann der Händler sehr flexibel auf die Nachfrage in seinem Shop reagieren und die von seinen Kunden erwartete Servicequalität sichern. Hinzu kommen spezielle Angebote für Powerseller wie der kostenlos herunterladbare DHL Versandhelfer: Mit Portorechner, Ausfüllhilfe, Online-Frankierung, Sendungsverfolgung, Postfinder und Adressbuch.

PwC rät den Händlern, intelligente Systeme zu finden. So hielten immerhin 35 Prozent der Befragten eine Gebühr für gerechtfertigt, wenn das Rückgaberecht „offensichtlich ausgenutzt“ werde. Stammkunden könne über ein Bonussystem das Recht eingeräumt werden, Waren kostenfrei zurückzusenden. Über Prämien-Modelle könne man „Wenig-Zurücksender“ zudem enger an den Shop binden. „Auf keinen Fall dürfen sich Kunden, die Waren zurücksenden, bestraft fühlen“, meinte PwC-Handelsexperte Gerd Bovensiepen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

20.11.2013, 13:35 Uhr

Amazon schmeißt jetzt schon Viel-Zurückschicker raus. Ist einem Bekannten von mir passiert.

Ziemlich doof für ihn ist, dass damit auch sein Kindle- und Cloud-Konto gesperrt ist.

Aber wer so blöde ist, den Cloud-Quatsch mitzumachen ist selbst schuld *gggg*

Ingenius

20.11.2013, 14:29 Uhr

Wem der bestellte Schuh nicht passt, der soll ihn meinetwegen zurücksenden.
Doch viele bestellen gleich fünf Paar, obwohl sie von vornerein nur eins kaufen wollen.
Diesen Menschen fehlt es an sozialem Gewissen, denn:
Jeder Transport belastet die Umwelt, durch Verkehr und durch nicht mehr wiederverwendbare Verpackungen.
Ferner sollte man auch an den lokalen Handel denken.
Bequemlichkeit ist manchmal auch Dummheit.

Nachwuchs

20.11.2013, 19:07 Uhr

Ganz so einfach ist es nicht. Die Größen sind leider zu unterschiedlich. Sie haben zwar nur 1 Fußgröße, aber in der Praxis haben Sie durch verschiedene Hersteller 5 verschiedener Größen. Dasgleiche gilt bei Kleidergrößen. Fragen Sie nach, erhalten Sie die Auskunft bestellen Sie 2 Größen und schicken dann ein Teil zurück. Dies nur beiläufig zu unseren Experten, die nicht gewillt sind, sich zu einigen.

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