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17.12.2012

17:32 Uhr

Umfrage

Welche Werte Top-Managern wichtig sind

VonClaudia Obmann

Ein häufiges Dogma im Management ist: Ethisch richtig und ökonomisch rational zu handeln ist schwer vereinbar. Die Deutsche Wertekommission will mit einer Umfrage unter Führungskräften diese Aussage hinterfragen.

Unicef-Schirmherrin Daniela Schadt und der Unicef-Vorsitzende in Deutschland, Jürgen Heraeus, bei der Pressekonferenz zur Unicef-Weihnachtsaktion 2012 in Berlin. dpa

Unicef-Schirmherrin Daniela Schadt und der Unicef-Vorsitzende in Deutschland, Jürgen Heraeus, bei der Pressekonferenz zur Unicef-Weihnachtsaktion 2012 in Berlin.

DüsseldorfVerantwortung, Integrität, Vertrauen, Respekt, Mut und Nachhaltigkeit – wie ist es um diese Werte in den Chefetagen bestellt? Das will die Deutsche Wertekommission wissen. Rund 1500 Manager, die sich für diese Leitlinien im Geschäftsleben stark machen, haben sich in der privaten „Initiative Werte Bewusste Führung" zusammengeschlossen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Familienunternehmer Jürgen Heraeus, der auch dem Deutschen Unicef-Komitee vorsteht, der Bankier Friedrich von Metzler oder Michael Ilgner, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Alljährlich führt die Wertekommission eine Befragung unter Führungskräften durch, deren Ergebnisse exklusiv im Handelsblatt veröffentlicht werden. Zwar konstatiert die Initiative seit einiger Zeit durchaus eine „Renaissance der Werte“ und eine zunehmende Überzeugung, dass „Marktwirtschaft und eine freie Gesellschaft ohne Werte nicht funktionieren", sagt Sprecher Sven Korndörffer.

Doch in der diesjährigen Führungskräftebefragung soll es gezielt darum gehen, herauszufinden, in welchen Situationen für Manager ein Konflikt zwischen ihren persönlichen Werten und Entscheidungen für das Unternehmen entsteht. Die Wertekommission möchte außerdem herausfinden, wo im Firmenalltag die meisten Probleme zwischen ökonomisch rationalem und ethisch wünschenswertem Handeln auftauchen.

Die Initiative ist seit 2004 aktiv. Sie ist mit der Überzeugung angetreten, dass eine erhöhte Werteorientierung auch eine bessere Wertschöpfung bedeutet. Zu oft würde „Fairness, Ehrlichkeit und Verantwortung missachtet" und der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens kurzfristigen Interessen untergeordnet. Einen Grund dafür sehen die Gründer der Wertekommission in fehlenden Impulsen, die Vernetzung der jungen Generation von Führungs- und Fachkräften soll das ändern.

Kommentare (1)

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jochen

17.12.2012, 18:29 Uhr

mancher windiger staubsagervertreter hat mehr anstand und ehre im leib als viele der manager.der ausdruck lumpenelite,nieten in nadelstreifen bekommt immer mehr mehr an bedeutung.

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