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04.12.2012

06:30 Uhr

Umfrage

Zeitarbeitsbranche rechnet mit einem Einbruch

ExklusivDen Beschäftigten der Zeitarbeitsbranche drohen möglicherweise Einbußen. Im kommenden Jahr rechnen Experten mit einem Geschäftseinbruch von mindestens zwei Prozent. Sie warnen vor „sozialem Sprengstoff“.

Die ab November geltenden Branchenzuschläge verteuern Zeitarbeit. dpa

Die ab November geltenden Branchenzuschläge verteuern Zeitarbeit.

MünchenDie führenden 25 Personaldienstleister der Zeitarbeitsbranche rechnen für 2013 mit einem Einbruch des Geschäftes von mindestens zwei Prozent. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Marktforschungsagentur Lünendonk, die dem Handelsblatt vorliegt.

Als Grund für die schlechten Erwartungen nennen die Unternehmen vor allem die seit November geltenden Branchenzuschläge, die Zeitarbeit um bis zu fünfzig Prozent teurer macht. Zudem haben sich Unternehmen wie Volkswagen oder BMW verpflichtet, nur noch eine begrenzte Quote von Zeitarbeitern einzusetzen.

Führende Personaldienstleister warnen vor den Folgen. „Für die Geringqualifizierten wird es schwieriger, eine Beschäftigung zu finden. Da schlummert sozialer Sprengstoff“, sagte Stefan Polak, Chef der Job AG aus Fulda. „Einige Anbieter gehen mit den Preisen runter, dabei müssten diese bei steigenden Löhnen eigentlich rauf“, sagt Klaus Eierhoff, Geschäftsführer der Essener Tempton.

Die Branche fürchtet nun eine Welle von Konsolidierungen unter den 11.000 Personaldienstleistern in Deutschland.

Von

fas

Kommentare (27)

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Ludwig500

04.12.2012, 07:12 Uhr

Sozialer Sprengstoff sind die 11000 Unternehmen, die ihr Geld mit modernem Sklavenhandel verdienen. Die ganze Branche könnte einfach verschwinden, keiner würde sie vermissen. Natürlich ausser jenen, die daran partizipieren.

Account gelöscht!

04.12.2012, 07:58 Uhr

Es wird Zeit,daß dieses Gesinde der Sklavenhändler vertrieben wird.
Ich wähle die Partei, die eine Abschaffung dieser Parasiten fordert.

itstk

04.12.2012, 08:06 Uhr

Man kann davon ausgehen, daß 2% Umsatzrückgang zu etwa 20% Einbruch bei den Stundensätzen führen werden. Zumindest bei den "systemrelevanten" Schinder-Konzernen der Branche. Ein Unternehmen existiert schließlich prinzipiell nur um der Profite willen. Gelebte soziale Verantwortung schmälert die nur...

Die wenigen kleinen sauberen Firmen mit auch in guten Zeiten fairen Preisen wird's dagegen wohl wieder als erste erwischen.

Und solange einer seit Jahrzehnten systematisch betriebenen Re-Kolonialisierung der Bürger durch die eigene Wirtschaft nicht per Gesetz schleunigst Einhalt geboten wird, kann das, vor allem im Zusammenspiel mit Merkels "Euro, Euro über alles", eigentlich nur noch in eine Rauchsäule münden...

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