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13.04.2015

13:59 Uhr

Umfrage zu gutem Management

Verantwortungsvolle Chefs gleich motivierte Mitarbeiter?

VonClaudia Obmann

Die Wertekommission befragt deutsche Führungskräften zu ihren Wertvorstellungen. Die Führungskräftebefragung soll zeigen, ob sich vorbildliches Verhalten von Vorgesetzen auf die Belegschaft auswirkt. Machen Sie mit.

Werner lebt Werte vor: Er kämpft öffentlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen. dpa

Götz Werner, Gründer der Drogeriemarkt-Kette dm

Werner lebt Werte vor: Er kämpft öffentlich für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

DüsseldorfFührungskräfte haben´s schwer: Sie müssen die ehrgeizigen Umsatz- und Ergebnis-Ziele ihres Unternehmens erfüllen und sollen dabei stets ein Vorbild für ihre Mitarbeiter sein. Keine leichte Aufgabe in Zeiten von Fusionen, Umstrukturierungen und Personalabbau. In welchem Dilemma sie stecken, ist vielen Vorgesetzten durchaus bewusst.

Umfrage der Wertekommission zu Werten deutscher Manager: https://survey.uni-wh.de/index.php/732748/lang-de

Die öffentliche Debatte dagegen konzentriert sich vor allem auf die Auftritte und das Verhalten von Spitzen-Managern beziehungsweise die wirtschaftliche Situation oder das gesellschaftliche Engagement ihres jeweiligen Unternehmens. Dabei wird häufig außer Acht gelassen, dass sich das Verhalten der Führungsriege insgesamt und die damit vorgelebten Werte in hohem Maße auf die Wertvorstellungen der Mitarbeiter im Unternehmen auswirken, die für den Gesamterfolg zunehmend eigenverantwortlich arbeiten müssen. Diesen Zusammenhang zu ignorieren, hat durchaus schwerwiegende Folgen: Widersprechen die persönlichen Werte der Mitarbeiter den Zielen des Unternehmens, kann dies nicht nur zu Demotivation, sondern auch zum Wechsel des Arbeitsplatzes und damit sogar zu deutlichen Wettbewerbsnachteilen führen.

Diesen Zusammenhang will die Wertekommission in Kooperation mit dem Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung und Corporate Governance nun näher untersuchen. Rund 1500 Manager, die sich für Werte wie Verantwortung, Integrität, Vertrauen, Respekt, Mut und Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben stark machen, haben sich in dieser privaten Initiative zusammengeschlossen. Zu ihnen zählen zum Beispiel Familienunternehmer Jürgen Heraeus, Bankier Friedrich von Metzler oder Michael Ilgner, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Seit 2006 führt die Wertekommission alljährlich eine Befragung zum Wertebewusstsein unter deutschen Führungskräften durch, deren Ergebnisse dann exklusiv im Handelsblatt veröffentlicht werden.

Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 15. Mai möglich. Die Auswertung der Befragung soll im September 2015 vorliegen. Über die Ergebnisse wird das Handelsblatt exklusiv berichten.

Kommentare (3)

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Frau Annette Bollmohr

13.04.2015, 16:05 Uhr

"Verantwortungsvolle Chefs gleich motivierte Mitarbeiter?"

Na, klar.

Um etwaige Zweifel auszuräumen, hier ein Vorschlag:

Dass die Allgemeinheit die Ergebnisse der unzähligen mehr oder weniger repräsentativen Umfragen und Abstimmungen zu allen möglichen Themen von allgemeinem Interesse (bzw. deren Ergebnisse) hochspannend findet, ist doch wohl mehr als offensichtlich (und lässt sich an der Beliebtheit bzw. den Einschaltquoten diverser TV-Formate, die mit solchen Abstimmungen und Statistiken operieren unschwer erkennen).

Wie wär’s also mit einer wissenschaftlich fundierten, d.h. repräsentativen Studie auf Grundlage der Gesamtheit der Antworten auf ganz konkrete Fragen zu ganz konkreten Aspekten die den Grad der Arbeitszufriedenheit beim jeweiligen Arbeitnehmer ausmachen (z.B. und u.a. dem Führungsstil des Arbeitgebers)?

Wenn irgend möglich, befragt man für diese Studie natürlich am besten jeden einzelnen Arbeitnehmer hierzulande – anonymisiert, versteht sich –, sonst basiert sie eben auf empirischer Grundlage.

Dann fasst man die Unternehmen nach bestimmten Kriterien, die einen Vergleich unter ihnen ermöglichen zusammen und setzt dann die Ergebnisse dieser Studie in Korrelation zum Unternehmenserfolg.

Was dann wahrscheinlich dabei rauskommt, dürfte wohl manchem Arbeitgeber zu denken geben.

Lohnen würde sich eine solche Studie jedenfalls allemal.

Frau Annette Bollmohr

13.04.2015, 16:14 Uhr

Nochmal (gekürzt):
"Verantwortungsvolle Chefs gleich motivierte Mitarbeiter?"

Na, klar.

Um etwaige Zweifel auszuräumen, hier ein Vorschlag:

Dass die Allgemeinheit die Ergebnisse der unzähligen mehr oder weniger repräsentativen Umfragen und Abstimmungen zu allen möglichen Themen von allgemeinem Interesse hochspannend findet, ist doch wohl mehr als offensichtlich (und lässt sich an der Beliebtheit bzw. den Einschaltquoten diverser TV-Formate, die mit solchen Abstimmungen und Statistiken operieren unschwer erkennen).

Wie wär’s also mit einer wissenschaftlich fundierten, d.h. repräsentativen Studie auf Grundlage der Gesamtheit der Antworten auf ganz konkrete Fragen zu ganz konkreten Aspekten die den Grad der Arbeitszufriedenheit beim jeweiligen Arbeitnehmer ausmachen (z.B. und u.a. dem Führungsstil des Arbeitgebers)?

Wenn irgend möglich, befragt man für diese Studie natürlich am besten jeden einzelnen Arbeitnehmer hierzulande – anonymisiert, versteht sich –, sonst basiert sie eben auf empirischer Grundlage.

Dann fasst man die Unternehmen nach bestimmten Kriterien, die einen Vergleich unter ihnen ermöglichen zusammen und setzt dann die Ergebnisse dieser Studie in Korrelation zum Unternehmenserfolg.

Was dann wahrscheinlich dabei rauskommt, dürfte wohl manchem Arbeitgeber zu denken geben.

Lohnen würde sich eine solche Studie allemal.

Frau Annette Bollmohr

13.04.2015, 17:40 Uhr

(...) Was dann wahrscheinlich dabei rauskommt, dürfte wohl manchem Arbeitgeber zu denken geben.

Kurzer Nachtrag:

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