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13.11.2013

12:34 Uhr

Umwelttechnik aus Deutschland

Energie ohne Grenzen

VonAndreas Schulte

Die Umwelttechnik aus Deutschland ist international gefragt - vor allem High-Tech-Anbieter profitieren. Um an dem Boom dauerhaft teilzuhaben, ist ständige Innovation gefragt

Aufbau einer Anlage von AS Solar in Marokko: Deutsche Firmen haben Chancen, wenn sie mehr als Module anbieten. PR

Aufbau einer Anlage von AS Solar in Marokko: Deutsche Firmen haben Chancen, wenn sie mehr als Module anbieten.

KölnChristopher Noble hat den Anbieter seiner neuen Biogasanlage mit Bedacht gewählt. "Das technische Fachwissen des Herstellers war entscheidend", sagt der Farmer aus Linwood im US-Bundesstaat New York. Noble will nicht nur Strom für seinen Hof erzeugen, auch 300 Haushalte sollen mit Energie versorgt werden. Dafür braucht es bewährte Technik. Fündig geworden ist Noble bei einem deutschen Anbieter.

Für Exporteur Envitec Biogas ist der Farmer seit dem Markteintritt im vergangenen Jahr der zweite Kunde in den USA. In Europa ist das niedersächsische Unternehmen schon in 19 Ländern vertreten. Die Internationalisierung ist für Vertriebsvorstand Roel Slotman auch eine Flucht nach vorn: "Nach den politischen Diskussion um die Zukunft der Erneuerbaren in Deutschland sehen wir die künftigen Kernmärkte eher im Ausland."

Nicht nur Envitec Biogas erhofft sich gute Geschäfte im Ausland: Mit ihrem Know-how bei Erneuerbaren und energieeffizienten Techniken wollen auch andere Wegbereiter der Energiewende die Erschließung neuer Märkte vorantreiben. Nach Einschätzung von Klaus Rennings stehen die Chancen dafür gut. "Umwelttechnik aus Deutschland hat weltweit die besten Voraussetzungen, um am Markt zu bestehen", sagt der Wissenschaftler am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

In einem Forschungsprojekt hat Rennings den Weltmarkt der Branche analysiert. Kriterien waren unter anderem Preisstrukturen, Wettbewerbssituation und das technologische Image des Exportlandes. Von den guten Voraussetzungen werden danach nicht alle Unternehmen gleichermaßen profitieren, sagt Rennings: "High Tech hat es deutlich leichter, als Produkte mit niedrigem Technologiegrad."

Kommentare (1)

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vandale

13.11.2013, 13:36 Uhr

Da auch ausserhalb Deutschlands Grenzen der Strom aus Windmühlen und Solaranlagen entsprechend der Launen des Wetters/der Tageszeit fliesst, beruhen all diese Monumente eines ökologischen Glaubens auf Subventionen.

Schön ist es wenn diese Länder die Subventionen aus eigenen Mitteln aufbringen. Weniger ideal ist es wenn diese Subventionen über CDM Zertifikate (Klimasündenablasszertifikate im Kyoto Protokoll verienbart) oder über die CO2 Emissionsrechte durch den Deutschen Verbraucher finanziert werden.

Vandale

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